Kanu

Silbermedaille im Sprint für Melanie Mathys an der Kanu-EM

Melanie Mathys gewinnt die Silbermedaille im Sprint.

Im zweiten Einsatz an den Europameisterschaften im slowenischen Bovec gewann die Solothurnerin Melanie Mathys die Silbermedaille im Sprintfinal. Sie klassierte sich mit einem hauchdünnen Rückstand von nur gerade vier Hundertstelssekunden hinter der Italienerin Mathilde Rosa auf dem zweiten Rang.

Die grosse Favoritin Martina Satkova, die die Sprintqualifikation noch klar dominiert hatte, erwischte auch beim Sprintfinal nicht die optimale Route und musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben. Noch vor einem Jahr bei den Weltmeisterschaften auf der Muota (SUI) gewann die Tschechin fünf Goldmedaillen.

Einen optimalen Tag erwischte die neue Europameisterin über die klassische Distanz, Melanie Mathys. Nachdem sie bei der Sprintqualifikation noch keinen optimalen Lauf fahren konnte, startete sie heute furios und hatte bei der Zwischenzeit bereits eine Sekunde Vorsprung, den sie bis ins Ziel noch weiter ausbauen konnte und eine klare neue Bestzeit fuhr.

Auch die Italienerin Mathilde Rosa fuhr praktisch fehlerlos durch den anspruchsvollen Wildwasserparcour und erwischte ausser einem kleinen Fehler am Ende den perfekten Tag. Mit nur gerade 4 Hunderstel setzte sie sich an die Spitze und verdrängte Meli vom obersten Treppchen. Noch war die Medaille nicht sicher, zwei weitere Athletinnen galt es zu schlagen.

Zwei Hundertstelsekunden

Die Französin Lise Vinet hatte keinen guten Lauf und kam mit Rückstand ins Ziel. Zum Schluss kam noch die Dominatorin der letzten WM, Martina Satkova CZE. Bei der Zwischenzeit führte die starke Tschechin mit einer halben Sekunde Vorsprung, doch dann schlichen sich kleine Fehler in ihre Fahrt und sie musste sich am Ende mit Bronze begnügen.

Damit haben die Schweizerin Mathys und die Italienerin Rosa in den beiden EM-Einzelrennen die Podestplätze getauscht und die zwei Hundertstelsekunden die am Donnerstag Melanie Mathys zum Sieg verhalfen, waren im Sprintfinal jetzt zwei Hundertstelsekunden zugunsten der Italienerin.

Die beiden Schweizer Herren, Nico und Leano Meier, schafften in der Qualifikation den Sprung unter die besten Fünfzehn leider nicht. Nico Meier zeigte eine gute Fahrt und hatte bei der Zwischenzeit beinahe eine Sekunde Vorsprung auf den Führenden; leider konnte er diesen Vorsprung nicht ins Ziel bringen und verpasste die Finalqualifikation um sechs Zehntelsekunden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1