Cup-Qualifikation
Stabiles und effizientes Solothurn zieht in die nächste Runde ein

Es war das erwartet enge Spiel für den FC Solothurn gegen den Vertreter aus dem Tesiin. Die Gastgeber gingen in der 38. Minute durch Andonov in Führung. Mendrisio vermochte nie zu reagieren und verlor am Ende des Tages mit 0:2.

Pius Rüegger
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In Solothurn erwartet man eine umkämpfte Partie.

In Solothurn erwartet man eine umkämpfte Partie.

Zinke

Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung und effizientem Abschluss spielte sich der FC Solothurn verdient in die zweite Qualifikationsrunde für den Schweizer Cup 2016/17. Am Wochenende vom 19./20. März 2016 heisst der Gegner auswärts La Chaux-de-Fonds.
Im Gefüge der Solothurner nahm in deren Mittelfeld gegen die laufstarken Tessiner Kliment Nastoski eine entscheidene Aufgabe wahr. Dem 28-jährigen frisch gebackenen Vater seiner Tochter Ewa vor drei Wochen – deshalb die längere Abwesenheit aus familiären Gründen – dachte FCS-Trainer Aziz Sayilir wieder wie in Schötz eine offensive Rolle zu. Durch sein gutes Auge gewann der Solothurner Aufbau an Gestaltungskraft. Diese Ordnung und Linie waren wichtig. Der Mazedonier war nämlich an beiden Toren mitbeteiligt. Eine saubere Kombination über Nastoski und Veronica zu Andonov führte in der 37. Minute zum dritten Eckball der Platzherren. Diesen brachten die Besucher nicht unter Kontrolle und Andonov nützte diese Möglichkeit mit seinem Flachschuss in die nähere linke Ecke zum Führungstreffer. „Andonov und ich kennen uns von Grenchen her und ich weiss, was er macht“, umschreibt Nastoski sein Zuspiel zum Torerfolg (38.). Nach einer Abtastphase schufen sich die spritzigen Südschweizer feldmässige Vorteile, ohne jedoch zu reüssieren. „Unsere Abwehr war stabil und alle gaben gegen diesen starken Gegner das Maximum, sodass sie zu keinen hundertprozentigen Chancen kamen“, analysierte Nastoski.

Zwei Minuten dabei: Osajs 2:0
Die Tessiner starteten erwartet offensiver in die zweite Hälfte. Sie versuchten mehr Druck aufzubauen, stiessen jedoch auf Gastgeber, die darauf vorbereitet waren und ihrerseits das beruhigende 2:0 anstrebten. Dieses zweite Tor fiel wieder auf einen Gegenzug in der 74. Minute – wie im Lehrbuch. „Wir konnten eine Konterattake auslösen und ich sah, dass Veronica links aussen gut offen stand, der dann ideal zu Osaj auf die andere Seite wechselte; unser Coach machte einen guten Wechsel mit Osaj, der das Tor nach nur zwei Minuten im Spiel machte“, freute sich Nastoski. Schon nach einer Stunde versuchte Mendrisio versuchte mit einem Doppelaustausch seiner beiden Sturmspitzen dem Geschehen eine andere Wende zu geben. Zu mehr als Alibi-Weitschüssen reichte es nicht. „Wir spielten sehr engagiert und konnten viele Zweikämpfe gewinnen“, sah es Nastoski. Seine Funktion als Passgeber und ordnende Hand erfüllte er mit Ruhe und Sicherheit, die sich auf das ganze Team übertrugen. Die Einheimischen gerieten nicht mehr in Gefahr. Dies akzeptierten die Tessiner in dieser fairen Auseinandersetzung schliesslich.

Telegramm:

Solothurn – Mendrisio 2:0 (1:0)

Stadion. – 300 Zuschauer. – SR Cibelli. – Tore: 38. Andonov 1:0; 74. Osaj 2:0.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Disler, Büchli, Waylon Grosjean, Du Buisson; Fleury; Selmanaj (72. Osaj), Nastoski (88. Andrijasevic), Stauffer, Veronica; Andonov (84. Pozan).

Mendrisio: Cataldo; Amicarelli (72. Croci Torti), Kabamba, Pusterla, Garetto; Italo, Mazzetti, Piperno, Salerni; Marjanovic (60. Trapanese), Mascazzini (60. De Biasi).

Bemerkungen: Solo¬thurn ohne Asani, Kohler (beide verletzt), Hunziker (Militär), Rihs, Kopp (beide anderes Team), Doua und Duah (beide nicht im Aufgebot). Mendrisio ohne Moscatiello und Vinatzer (beide verletzt). – Ver¬war¬nun¬gen: 27. Andonov, 29, Marjanovic, 35. Mazzetti, 71. Piperno, 77. De Biasi und 81. Büchli (alle Foul). – Eck¬bälle 5:6 (3:4).

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