Verletzungspech
Jetzt fällt auch noch Nico Gurtner aus: Der EHC Olten bewegt sich personell am untersten Limit

Die Verletzungshexe schlägt beim EHC Olten nun brutal zu: Mit Nico Gurtner fällt der sechste Spieler längerfristig aus. In der Verteidigung muss Sportchef Marc Grieder nun eine Lösung finden. Das ist aber einfacher gesagt, als getan.

Marcel Kuchta
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Der nächste Oltner Verteidiger, den es erwischt hat: Nico Gurtner.

Der nächste Oltner Verteidiger, den es erwischt hat: Nico Gurtner.

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Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet der EHCO-Spieler, der von der jüngsten Verletzungswelle profitierte, sich bei seinem ersten Meisterschaftseinsatz der laufenden Saison gleich selber verletzte. Verteidiger Nico Gurtner kassierte im Verlauf des 9:1-Siegs der Oltner bei der EVZ Academy am Sonntag einen Schuss an die Hand und fällt nun drei bis fünf Wochen aus.

Zusammen mit den anderen Langzeitverletzten Cédric Maurer (bis Januar) und Stéphane Heughebaert (bis Mitte Dezember) hat sich damit der Verteidiger-Personalbestand bei den Oltnern auf sechs Einheiten reduziert. Sprich: Jetzt darf sich kein Spieler mehr verletzen, sonst muss EHCO-Trainer Lars Leuenberger schon ausserordentlich kreativ werden. Zumal es ja auch in der Offensive bis Mitte November keine überzähligen Stürmer gibt, die man temporär zu Verteidigern umschulen könnte.

Viele Teams laufen selber personell am Limit

Es ist also guter Rat teuer bei EHCO-Sportchef Marc Grieder. Der ist sich der kritischen Situation bewusst und schüttelt angesichts des absurden Verletzungspechs den Kopf. Logisch, glühen auch die Telefondrähte unablässig bei der Suche nach möglichen Ergänzungsspielern. Aber ein Blick in die National League, wo Grieder Ersatz zu finden hofft, zeigt, dass von dort kaum Hilfe zu erwarten ist. Alle potenziellen Ansprechpartner, die nicht über spezifische Swiss-League-Farmteams verfügen, laufen selber personell am Limit. Oder haben ihre überzähligen, jungen Spieler bereits an andere Teams ausgeliehen (z. B. Langenthal).

Grieder sagt: «Ich tue alles, was in meiner Macht steht, um eine Lösung zu finden.» Die Hoffnung ist, dass man sich zumindest bis in die Nationalmannschaftspause Mitte November ohne weitere Verletzungen retten kann. Danach könnte zumindest das Stürmerduo Fuhrer/Hüsler wieder zurückkehren.

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