Schwimm-WM
Synchronschwimmerin geht bewusstlos unter – Trainerin reagiert blitzschnell

Dramatischer Moment an der Schwimm-WM in Budapest: Die US-Synchronschwimmerin Anita Alvarez verliert im Wasser plötzlich das Bewusstsein und muss von ihrer Trainerin gerettet werden.

watson.ch
Drucken
Vor wenigen Tagen trat Synchronschwimmerin Anita Alvarez (links) noch zum Duett an der Schwimm-WM an. Bei ihrer Solo-Kür brach sie zusammen.

Vor wenigen Tagen trat Synchronschwimmerin Anita Alvarez (links) noch zum Duett an der Schwimm-WM an. Bei ihrer Solo-Kür brach sie zusammen.

Keystone

Bei der Schwimm-WM in Budapest hat ein dramatischer Zwischenfall die freie Solo-Kür der Synchronschwimmerinnen überschattet. Die Amerikanerin Anita Alvarez bricht unmittelbar nach ihrer Darbietung bewusstlos im Becken zusammen und geht unter. Die 25-Jährige muss von ihrer Trainerin Andrea Fuentes, die sofort in ihrer normalen Kleidung ins Wasser springt, und einer weiteren Person gerettet werden.

30 Minuten nach dem Vorkommnis gibt eine Betreuerin bekannt, dass es Alvarez wieder gut gehe. Der Ohnmachtsanfall sei stressbedingt und nicht der erste dieser Art gewesen. «Als ich sie herausholte, atmete sie nicht und ihr Puls war ziemlich hoch», erklärt Trainerin Fuentes nach ihrer beherzten Rettungsaktion. «Sie blieb rund zwei Minuten ohne Luft, es kam mir aber wie eine Stunde vor. Ich schrie die Rettungsschwimmer an, aber sie kapierten nicht, was passiert war.»

Deshalb sei sie so schnell wie möglich ins Becken gesprungen – «als sei es ein Olympia-Final». Als Alvarez endlich aus dem Wasser gerettet war, habe sie immer noch nicht geatmet. «Sie hatte Wasser in der Lunge. Wir legten sie deshalb auf die Seite. Als sie wieder atmen konnte, war alles ziemlich schnell wieder in Ordnung.» Es habe aber einen Moment gegeben, in dem sie wirklich Angst gehabt habe, Fuentes. «Mit einem Puls von 180 möchte man keine zwei Minuten ohne Luft sein. Aber jetzt können wir alle wieder lachen.»

Die Zuschauer auf den Rängen waren nach dem dramatischen Vorfall sichtlich geschockt und auch den Konkurrentinnen ging der Zusammenbruch von Alvarez ziemlich nah. «Wenn man das live sieht, dann bleibt einem wirklich das Herz stehen und man denkt sich nur: Um Gottes willen», beschrieb die deutsche Teilnehmerin Marlene Bojer die Szene, die zum Glück keine schweren Folgen hatte.

Laut Fuentes plant Alvarez, sich am Donnerstag den ganzen Tag erholen, dann soll die WM für sie aber weitergehen. Schon am Freitag steht der Team-Event an. In der Solo-Kür wurde die Amerikanerin mit 87,6333 Punkten übrigens Siebte und verpasste damit ihre erste Medaille an einem Grossanlass. Aber das war an diesem Tag komplett nebensächlich.

Aktuelle Nachrichten