Bundesliga

Tempo, Tricks und tolle Tore: Wie die jungen Wilden Lucien Favre glücklich machen

BVB-Trainer Lucien Favre.

BVB-Trainer Lucien Favre.

Nach der 7:0 (2:0)-Gala von Borussia Dortmund gegen den überforderten Aufsteiger 1. FC Nürnberg war auch der Perfektionist aus der Schweiz rundum zufrieden. «Es war ein schönes Spiel für uns», sagte Trainer Lucien Favre und lächelte.

Das ausgelassene Treiben seiner Spieler vor der Südtribüne verfolgte Lucien Favre mit einem angemessenen Abstand. Unkontrollierte Jubelarien sind dem Trainer von Borussia Dortmund fremd. Doch nach der 7:0 (2:0)-Gala gegen den überforderten Aufsteiger 1. FC Nürnberg war auch der Perfektionist aus der Schweiz rundum zufrieden. "Es war ein schönes Spiel für uns", sagte Favre und lächelte.

Der höchste Bundesliga-Sieg seit 32 Jahren

Seinen jungen Wilden gelang beim höchsten Bundesligasieg des BVB seit 32 Jahren ein spielerischer Befreiungsschlag. Nach bisher zähen Auftritten in dieser Saison sprühten die Dortmunder vor Spielwitz. Dem Tempo und flüssigen Kombinationen des neuen Bayern-Jägers Nummer eins hatten die bemitleidenswerten Franken nichts entgegenzusetzen. "Wir haben großes Potenzial", stellte Favre zufrieden fest.

Dortmunds 1:0 durch Larsen

Nun will der Trainer dafür sorgen, dass seine Spieler dieses Potenzial dauerhaft abrufen. Favre warnte aber vor überzogenen Erwartungen an Christian Pulisic (20), Jadon Sancho (18), Jacob Bruun Larsen (20), Dan-Axel Zagadou (19) oder Debütant Achraf Hakimi (19). "Die jungen Spieler brauchen noch Zeit. In diesem Alter hat man Höhen und Tiefen", sagte Favre.

"Man hat gesehen, welche Qualität da ist"

Doch mit der Unterstützung der erfahrenen Profis könnte bei den Schwarz-Gelben eine starke Mischung zusammenwachsen. Beim Schützenfest gegen Nürnberg führten Thomas Delaney und Axel Witsel im Mittelfeld glänzend Regie und auch der starke Marco Reus blühte in seiner Rolle im offensiven Mittelfeld regelrecht auf. "Heute", betonte Sebastian Kehl, der neue Leiter der Lizenzspielerabteilung, "war es großartig. Man hat gesehen, welche Qualität im vorderen Bereich da ist."

Dortmunds 6:0 durch Sancho.

Mario Götze vermisste dabei niemand. Der WM-Held von 2014 stand erneut nicht im Kader, am Donnerstag verpasste er das Training aufgrund einer Erkrankung. Das leidige Dauerthema trübt ein wenig die Stimmung beim Tabellenzweiten vor dem Gastspiel bei Bayer Leverkusen am Samstag (18.30 Uhr/Sky). Favre ist von Nachfragen sichtlich genervt. "Das ist eine sportliche Entscheidung", begründete der 60-Jährige den erneuten Verzicht auf Götze, der in der Bundesliga in dieser Saison noch keine Minute zum Einsatz gekommen ist.

Während Favre über das Thema Götze am liebsten nicht sprechen würde, wehrten seine Profis Fragen zur Rolle als Bayern-Verfolger ab. "Wir gucken nur auf uns. Jetzt auf die Tabelle oder auf die Bayern zu schauen, würde nichts bringen", sagte Doppel-Torschütze Reus. In Leverkusen erwartet der Kapitän deutlich mehr Gegenwind. "Nürnberg hat uns nicht an die Grenzen gebracht. Das wird schon am Samstag hundertprozentig anders ein." Der BVB scheint dafür gerüstet.

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