Coronavirus

Federer zu Nadal: «Dann weisst du nicht mehr, wie man spielt»

Grosse Rivalen und gute Kollegen: Weil sich Roger Federer und Rafael Nadal derzeit nicht auf dem Tennisplatz duellieren können, versuchen sie sich im Internet aus der Reserve zu locken

Grosse Rivalen und gute Kollegen: Weil sich Roger Federer und Rafael Nadal derzeit nicht auf dem Tennisplatz duellieren können, versuchen sie sich im Internet aus der Reserve zu locken

Tennis spielen können sie derzeit nicht. Aber Roger Federer und Rafael Nadal liefern sich ein amüsantes Duell im Internet.

Auf dem Tennisplatz bewegen sich Roger Federer und Rafael Nadal definitiv geschmeidiger als in den sozialen Medien. Nach Startschwierigkeiten klappte es aber am Montag mit einem Instagram-Chat zwischen den beiden erfolgreichsten Spielern der Tennisgeschichte doch noch.

Und Nadal machte Federer Hoffnung, die zuletzt zunehmend bessere Bilanz gegen seinen grössten Rivalen weiter aufzuhellen. "Ich habe seit Indian Wells keinen Schläger mehr in der Hand gehabt", verriet der 33-jährige Spanier. Das Masters-1000-Turnier in Kalifornien war am 9. März als erster grosser Tennisevent dem Coronavirus zum Opfer gefallen. "Perfekt", antwortete Federer prompt. "Dann weisst du nicht mehr wie man Tennis spielt, wenn es wieder los geht." Nadal relativierte: "Na ja, ein bisschen werde ich mich sicher erinnern."

Federers Pause dauert natürlich schon viel länger an. Er hatte sich im Februar einer Arthroskopie im Knie unterzogen und wäre sowieso erst im Juni auf die Tour zurückgekehrt. "Das Knie ist okay", verriet der 38-jährige Basler, der mit 20 Grand-Slam-Titeln einen mehr aufweist als Nadal. "Die ersten sechs Wochen verliefen sehr gut, dann ging es etwas langsamer vorwärts, jetzt geht es wieder besser und besser. Aber ich habe ja noch viel Zeit."

Es sei einfacher nach der zweiten Knieoperation, meinte Federer. "Dennoch möchte ich lieber nicht herausfinden wie es nach einer dritten geht." Dann ging er selber zum Angriff über. "Du bist ja Rechtshänder, spielst aber mit links. Warum? Das hat mir immer Probleme bereitet." Nadal zu seiner Verteidigung: "Ich bin zwar Rechtshänder in fast allem, aber Tennis und Fussball spielen kann ich nicht mit rechts."

Ob das schon immer so gewesen sei oder ob ihm das sein langjähriger Coach und Onkel Toni Nadal geraten habe, insistierte der Schweizer. "Ich habe mit drei oder vier Jahren angefangen und spielte zunächst Vor- und Rückhand beidhändig. So hat es kaum einer bemerkt, aber im Tennis war ich immer Linkshänder." Federer kapitulierte: "Na, dann kann ich dir ja nicht böse sein."

Wenig begeistert von den technischen Instagram-Fähigkeiten der beiden war Andy Murray, der sich vor allem über Nadal lustig machte. "Das ist brillant", kommentierte der Schotte. "Er kann zwar 52 Mal das French Open gewinnen, aber Instagram kriegt er nicht zum Laufen." Schmunzelnd antwortete der Spanier: "Wie du sieht, bin ich eine Katastrophe in allem." Aber er versprach, die Bedienung von Instagram noch zu lernen.

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