Roland Garros

Warum sich Alexander Zverev in einen britischen Radiojournalisten verliebt

Alexander Zverev steht bei den French Open in den Viertelfinals.

Alexander Zverev steht bei den French Open in den Viertelfinals.

Alexander Zverev steht bei den French Open erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier in den Viertelfinals. Doch noch viel mehr zu reden gibt die spezielle Beziehung zu einem britischen Radiojournalisten aus der nordenglischen Grafschaft Yorkshire.

Erst als siebter Spieler gewinnt Alexander Zverev (ATP 3) bei einem Grand-Slam-Turnier drei Fünfsätzer in Folge. Er erreicht bei den French Open erstmals die Viertelfinals. Für den 21-jährigen Deutschen, der seit geraumer Zeit die dritte Kraft hinter Rafael Nadal und Roger Federer ist, längst überfällig. Gegner in den Viertelfinals ist der Österreicher Dominic Thiem (24, ATP 8), der in Paris zuletzt zwei die Halbfinals erreichte.

Sein Weg durch das Tableau bringt dem oft widerborstigen und arrogant wirkenden Zverev  Sympathien ein. Nicht zuletzt darum, weil er auch neben dem Platz nahbarer geworden ist. Das beweist die «Liebesgeschichte» zwischen ihm und dem englischen Radiojournalisten Jonathan Pinfield. Er ist ein schlanker Mann mit langem blondem Haar und seines Akzents wegen hat er bei Zverev seit der ersten Woche der French Open ein Stein im Brett. 

Zverev schliesst neue Freundschaft

Als Pinfield eine Frage formuliert, unterbricht ihn Zverev. «Woher bist du, mein Freund? Ich habe kein Wort verstanden, aber ich liebe deinen Akzent», sagt er in der ersten Woche. «Aus Yorkshire in England.» Es ist der Startschuss ihrer Geschichte. Sollte dort irgendwann einmal ein Turnier stattfinden, komme er definitiv, verspricht der Deutsche. Seither gehört Pinfield jeweils die erste Frage, Zverev besteht darauf - auch nach einem Fünfsätzer. Und hält Wort.

Jonathan Pinfield fliegen die Herzen zu. Vor allem jenes von Alexander Zverev.

Jonathan Pinfield fliegen die Herzen zu. Vor allem jenes von Alexander Zverev.

Nach Zverevs Achtelfinal-Sieg gegen den Russen Karen Khachanov holt Pinfield zu einer pathetischen Frage aus. Paris sei die Stadt der Liebe. Doch sie beide wüssten, dass Liebe kompliziert sein könne, holt Pinfield aus. Sie beginne oft mit Missverständnissen, gehe weiter mit einem Flirt, und beginne dann hoffentlich irgendwann, zu blühen. «Meine grosse Frage ist, Sascha, ob das zwischen dir und Roland Garros schon Liebe ist.» 

Zverevs Liebeserklärung an Pinfield

«Ich hoffe es. Aber was sicher ist: Ich verliebe mich jeden Tag mehr in deinen Akzent», sagt Zverev mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Ihre Geschichte hat sich auch bereits bis in Pinfields Heimat Yorkshire rumgesprochen. Jedenfalls fragt die Grafschaft in Nordengland ihre Bewohner, ob es an der Zeit sei, Zverev zum Ehrenbürger zu ernennen. Und zwar spätestens dann, wenn Zverev am Sonntag sein erstes Grand-Slam-Turnier gewinnen sollte. 

Yorkshire will Zverev zum Ehrenbürger ernennen

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