Fussball

Vater Abraham: Warum der Ex-FCB-Spieler während der Saison bei Frankfurt aufhört

David Abraham bestreitet noch ein Spiel mit Frankfurt. Danach kehrt er in die Heimat zurück.

David Abraham bestreitet noch ein Spiel mit Frankfurt. Danach kehrt er in die Heimat zurück.

David Abraham bestreitet am Sonntag seine letzte Bundesligapartie. Der 34-Jährige kehrt danach dem Fussball und Eintracht Frankfurt den Rücken. Einfach so, mitten in der Saison.

Dem Fussballer wird nicht selten Egoismus und mangelnde Selbstreflexion vorgeworfen. Dieses Urteil könnte nun David Abraham von seinem Arbeitgeber Eintracht Frankfurt und den Fans drohen, weil der Verteidiger den Klub nach dem nächsten Sonntag und dem Spiel gegen Schalke Richtung argentinische Heimat verlässt.

Der Rückzug ist längst bekannt wie terminiert, es gibt sogar einen Countdown, der Abrahams letzte Monate und Tage im Frankfurter Trikot zählt. Wer dem 34-Jährigen beim Fussballspiel zusieht, mag kaum nachvollziehen, wie ein unbestrittener Stammspieler nach fünfeinhalb Jahren als Anker der Mannschaft von Trainer Adi Hütter mitten in der Bundesligasaison einfach so aufhören kann.

Doch eigentlich geht es Abraham um ganz andere Dinge. Der Captain der Hessen, der als Anführer des Spielerrats auch die Lohnkürzungen während diesen Coronazeiten mitorchestrierte, sucht die Nähe zu seinem Sohn, der im Sommer am Wohnort der Ex-Frau eingeschult wird.

So verbleiben doch noch ein paar gemeinsame Monate im argentinischen Sommer und die Erinnerung an einen Spieler, der nicht nur beim FC Basel, sondern auch mit einem Check an Freiburg-Trainer Christian Streich seine Spuren hinterlassen hat. Und vor allem: an einen reflektierten, verantwortungsvollen Fussballer.

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