FC Basel

Von «Gebt ihm eine Chance» bis «Ich entferne meinen Autowimpel» – so reagiert das Netz auf Sforza

Ciriaco Sforza löst kontroverse Diskussionen aus.

Ciriaco Sforza löst kontroverse Diskussionen aus.

Der neue Trainer des FC Basel lässt die Emotionen hochgehen. Die Verpflichtung Sforzas passt nicht allen Fans am Rheinknie. Doch es gibt auch positive Voten.

Am Mittwochabend um 19.00 Uhr war die Katze aus dem Sack: Ciriaco Sforza wurde beim FC Basel als Trainer vorgestellt, nachdem zuvor sein alter Arbeitgeber, der FC Wil, die Verhandlungen bestätigt hat. Dem Vernehmen nach müssen die Basler rund 300'000 Franken Ablöse bezahlen, weil sie Sforza aus einem laufenden Vertrag heraus verpflichten.

Die Positiven

Die Emotionen im Netz gehen hoch. Viele Fans schlagen auf der Facebook-Seite des FC Basel einen ähnlichen Ton an. Sie finden, Ciriaco Sforza habe eine Chance verdient. Er könne schliesslich gut mit jungen Spielern arbeiten und das wolle der Klub ja.

Ein User wünscht Sforza viel Erfolg.

Ein User wünscht Sforza viel Erfolg.

Auch auf Instagram erfährt der neue Coach Zustimmung.

Auch auf Instagram erfährt der neue Coach Zustimmung.

Die Positiven, die gegen die Führung schiessen

Aber nicht alles ist Friede, Freude, Eierkuchen am Rheinknie. Viele Fans finden zwar die Verpflichtung Sforzas in Ordnung, rechnen aber mit der Chefetage des Klubs ab. Mit dem Hashtag #burgenerout machen einige von ihnen ihrem Unmut gegenüber dem Basler Präsidenten Luft.

© CH Media

Die Negativen

Ciriaco Sforza ist ein «Ur-Hopper». Mit 16 Jahren kam er zum Schweizer Rekordmeister, nutzte die Nationalliga A als Sprungbrett für die Karriere im Ausland. Das löst bei den eingefleischten Basel-Fans keine Freude aus. Das ist nichts Neues, auch die später abgefeierten Christian Gross und Urs Fischer wurden bei ihrer Vorstellung nicht gerade offenherzig begrüsst. Gleiches widerfuhr Marcel Koller. Auch er ist ein GC-Urgestein.

© CH Media
© CH Media

Die Medien

Auch die Schweizer Medienlandschaft verfolgt den FC Basel mit grossem Interesse. Sforzas Ernennung zum Cheftrainer finden nicht alle Journalisten eine gute Sache. So schreibt zum Beispiel François Schmid-Bechtel, Sportchef bei CH Media, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für Sforza als FCB-Trainer ist. Der «Blick» hingegen findet, Sforza sei kein geschliffener Verkäufer seiner Person, der sich aber in den letzten Jahren zu einer souveränen Persönlichkeit entwickelt habe.

Der «Tagesanzeiger» meint, dass es Sforzas letzte Chance sei, sich in der Super League zu beweisen. Fünf Jahre nach seinem kurzen Engagement beim FC Thun wird Sforza nun Cheftrainer bei Basel. Es sei ein Club, bei dem es «drunter und drüber» gehe. Beim FCB lässt sich gar vom Mut der Verzweifelten reden.

Die Karriere des Ciriaco Sforza in Bildern:

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