Handball

Dänemark an der EM auf Schützenhilfe angewiesen

Dank Goalie Niklas Landin kann Olympiasieger und Weltmeister Dänemark noch auf die Hauptrunde hoffen

Dank Goalie Niklas Landin kann Olympiasieger und Weltmeister Dänemark noch auf die Hauptrunde hoffen

Topfavorit Dänemark hat es an der Europameisterschaft nicht mehr in der eigenen Hand, sich für die Hauptrunde zu qualifizieren.

Der Olympiasieger und Weltmeister musste sich in Malmö gegen Ungarn mit einem 24:24 begnügen. Die Dänen sind nun auf einen Sieg von Island im letzten Vorrundenspiel gegen Ungarn angewiesen, sonst sind sie auch bei einem Erfolg gegen Russland ausgeschieden. Die Isländer sind nach dem 34:23 gegen die Russen bereits weiter.

Immerhin konnten die Dänen fürs Erste den Super-GAU verhindern. Denn sie befanden sich gegen die Osteuropäer über weite Strecken der Partie im Rückstand - maximal mit vier Toren (6:10). In Führung lagen sie einzig beim 24:23 (57.). Acht Sekunden vor dem Ende scheiterte Topstar Mikkel Hansen am ungarischen Keeper Roland Mikler. Überhaupt enttäuschte Hansen mit nur drei Toren aus acht Versuchen. Den letzten Abschluss des Aussenseiters blockte Henrik Mollgaard Jensen. In erster Linie konnten sich die Dänen bei Keeper Niklas Landin (20 Paraden) bedanken, dass sie noch im Rennen sind.

Ohne zu überzeugen, schaffte Deutschland den Einzug in die Hauptrunde. Das Team von Trainer Christian Prokop gab in Trondheim beim 28:27 gegen Lettland beinahe einen Siebentore-Vorsprung aus der Hand. Im Spiel zuvor waren die Deutschen gegen Titelverteidiger Spanien (26:33) chancenlos geblieben. Man habe gesehen, "dass es hier noch nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben. Deswegen tut es uns vielleicht ganz gut, wenn wir nicht ganz so weit nach vorne schauen", sagte Captain Uwe Gensheimer. Auf die Nachfrage eines Journalisten, wie weit die DHB-Auswahl die Ansprüche zurückschrauben solle, antwortet Gensheimer lediglich: "Runter."

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