Schiessen

Dumm gelaufen: Schweizer Schiesssportverband vergisst seine Medaillenkandidatin für EM anzumelden

Marina Schnider darf nicht an der EM teilnehmen

An der EM wäre Marina Schnider eine Medaillenkandidatin gewesen über 300 m. Doch nun darf die Schützin nicht einmal teilnehmen. Weil der Verband vergessen hat, sie für die Wettkämpfe anzumelden.

Grosses Pech für Marina Schnider. Die Schützin verpasst ohne eigenes Verschulden die EM in Aserbaidschan. Der Schweizer Schiesssportverband schreibt in einer Pressemitteilung: «Hiobsbotschaft für das Schweizer 300m-Gewehrteam: Wegen eines Meldefehlers wird die Nidwaldnerin Marina Schnider an den EM Gewehr/Pistole in Baku nicht starten können.»

Was ist passiert? Aufgrund eines Meldefehlers des Schweizer Schiesssportverbands steht die Nidwaldner Schützin nicht auf der Entrylist für die EM. Oder anders gesagt: Der Verband hat vergessen, seine Teamleaderin und Medaillenkandidatin zu melden. Marina Schnider wurde nicht korrekt erfasst und ist deshalb nicht startberechtigt. Ein Nachmelden war nicht möglich.

Entschuldigung vom Verband

Schnider hatte zuletzt am Europacup in Thun den Dreistellungsmatch in überzeugender Manier gewonnen und wäre eine heisse Kandidatin für eine EM-Einzelmedaille gewesen. Der Verband schreibt: «Der Schweizer Schiesssportverband bedauert, dass es zu diesem Fehler gekommen ist und entschuldigt sich bei Marina Schnider, die ihrer Medaillenchancen beraubt worden ist.»

Scheiben sind nicht zu sehen

Vielleicht ist das Verpassen der EM für Schnider am Ende aber gar nicht so tragisch. Denn noch ist unklar, ob die 300-m-Bewerbe überhaupt stattfinden können. Dies aufgrund eines kuriosen Fehlers. Bei einem Test während der laufenden Europameisterschaft stellten Vertreter mehrerer Nationen – unter ihnen auch die Schweiz – fest, dass in der Liegend-Stellung die Zielscheiben auf der 300-m-Anlage gar nicht zu sehen sind. Die 50-m-Scheiben und deren Fundament versperren den Blick darauf.

Die Veranstalter unternehmen derzeit alles, um die Anlage mit baulichen Massnahmen doch noch wettkampftauglich zu machen. Viel Zeit bleibt allerdings nicht: Bis und mit Donnerstag, 27. Juli, finden die 50-m-Wettkämpfe statt, tags darauf beginnen die 300-m-Trainings. (nch)

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