Am Samstag glückte dem 32-Jährigen eine fabelhafte 63 (8 unter Par), die bislang beste Runde des Turniers. Nur der Engländer Tommy Fleetwood, ein Stammgast am Omega European Masters in Crans-Montana, wusste Lowrys Feuerwerk an Birdies etwas entgegenzuhalten. Fleetwood liegt vier Schläge zurück, während Brooks Koepka, der einzige im Rennen verbliebene Topfavorit, als Vierter des Zwischenklassements am Sonntag schon sieben Schläge auf Lowry gutmachen müsste.

Koepka, Sieger von vier der letzten neun Turniere auf Grand-Slam-Stufe, kann die Aufholjagd nicht aus eigener Kraft schaffen. Bei dieser deutlichen Differenz müsste Brooks sehr gut spielen und Lowry gleichzeitig eine Schwäche einfangen.

Shane Lowry ist im Weltgolf kein klangvoller Name. Aber der Ire hat nicht erst einmal gezeigt, dass mit ihm zu rechnen ist. Vor genau zehn Jahren sorgte er für eine Sensation, indem er als junger Amateur das Irish Open der Professionals gewann. Als er zu den Profis gewechselt war, liess er drei weitere Turniersiege folgen. Er spielt sowohl auf dem amerikanischen als auch auf dem europäischen Circuit.

Der letzte Sieg eines Iren am ältesten Turnier der Welt liegt elf Jahre zurück. Padraig Harrington, immer noch aktiv und in dieser Woche am Cut gescheitert, gewann damals sein zweites British Open in Folge.