Rad-WM

Fabian Cancellara will noch einen Titel

Der Berner gehört bei der Weltmeisterschaft zum Kreis der Favoriten im Strassenrennen. Der Top-Favorit für den Titel ist aber ein Einheimischer, nämlich Cadel Evans. Die Aussies haben noch ein paar Eisen mehr im Köcher.

Die Schweizer Radprofis stehen morgen an der Strassen-WM in Australien unter der Beobachtung der Gegner. Angeführt vom vierfachen Zeitfahren-Weltmeister Fabian Cancellara, soll ein Spitzenergebnis herausschauen. Vor Jahresfrist hatte Cancellara an der Heim-WM mit aller Kraft die Goldmedaille angestrebt.

Er scheiterte an der Koalition der Gegner. «In unserem Sport gewinnt nicht immer der stärkste Athlet», stellte der Olympiasieger fest. «Jedermann konnte sehen, was ich draufhatte. Deshalb fiel es den Konkurrenten leicht, ihr Rennen auf mich auszurichten. Aus dieser Erfahrung habe ich viel gelernt.»

«Das ganze Team ist stark»

Nun meinte Cancellara, dass nicht mehr der gesamte Druck auf seinen Schultern laste. «Spartakus» könnte sich irren, nach dem ZeitfahrenTriumph wissen alle, dass der Berner zu einer ausgezeichneten Form gefunden hat. Doch in Michael Albasini, dem Sieger der Grossbritannien-Rundfahrt, und Martin Elmiger verfügen die Schweizer über zwei Sekundanten, die in die Bresche springen können, falls die Rechnung mit Cancellara nicht aufgeht.

«Ich will nicht von Jokern sprechen. Das ganze Team ist stark», sagt Coach René Savary. Mangels ausreichend qualifizierter Profis wurde das Kontingent von neun Fahrern nicht ausgeschöpft. Nachdem Oliver Zaugg aus gesundheitlichen Gründen abgesagt hatte, blieb ein Septett übrig.

Keine Strecke für Sprinter

Auf der schweren Strecke mit 3076 Höhenmetern auf den letzten 180km könnte es sich auszahlen, dass die Schweizer nicht auf einen Leader abstellen. Die Belgier setzen nur auf Philippe Gilbert. Die Italiener haben neben Filippo Pozzato den Vuelta-Sieger Vincenzo Nibali als Ersatzleader bestimmt. Die Australier verfolgen einen ähnlichen Weg wie die Schweizer. Titelverteidiger Cadel Evans ist der Captain.

Simon Gerrans, Matt Goss und Davis Allan sind die weiteren geschützten Fahrer. Auf Sprint-Senior Robbie McEwen haben die Australier verzichtet. Er wäre auf diesem Parcours chancenlos. Im Vordergrund stehen nicht die reinen Sprinter, sondern Fahrer vom Schlage eines André Greipel, Thor Hushovd oder Oscar Freire. Der dreifache Weltmeister würde mit einem vierten Triumph zum Rekordhalter.

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