Die Kadetten hatten zuvor alle Meisterschafts-Heimspiele in der BBC-Arena in dieser Saison gewonnen. Sie hatten sowohl die Qualifikation wie die Finalrunde auf Platz 1 abgeschlossen. Aber zum Auftakt der Playoffs standen die Schaffhauser neben den Schuhen.

Die Kadetten leisteten sich einen Fehlstart und gerieten 5:8 in Rückstand. Mit einem Zwischenspurt über 10:8 zum 15:11 korrigierten sie das Bild. Beim Stand von 18:13 betrug der Vorsprung des Favoriten erstmals fünf Treffer. 21:16 stand es auch noch zur Halbzeit. Nach der Pause erfolgte der Einbruch. Auf die 21 Goals während der ersten 30 Minuten folgten nach dem Seitenwechsel bloss noch sieben bis zum 28:33 und bis zum viel zu späten Schlussspurt in den letzten vier Minuten.

Der RTV Basel musste für den unerwarteten Auswärtssieg nicht einmal über sich hinauswachsen. Den Basler Goalies Aistis Pazemeckas (7) und Dennis Wipf (1) gelangen weniger Paraden als dem Schaffhauser Stevanovic (12). Elf Ballverluste (Technischen Fehler) der Kadetten alleine in der zweiten Halbzeit entschieden die Partie.

Natürlich gab es Erklärungen für das Debakel der Kadetten. Derweil sich Basel während der Nationalmannschaftspause in aller Ruhe auf die Playoffs vorbereitete, fehlten bei den Kadetten neun Internationale aus der Schweiz (7) und Österreich (2). Vor dem ersten Playoff-Spiel blieb Schaffhausen bloss ein gemeinsames Training. Und den Kadetten bleibt auch keine Zeit, die leeren Batterien der Nationalspieler wieder aufzuladen: Die ersten drei Playoff-Runden werden innerhalb von vier Tagen gespielt.

Keinen guten Start erwischte auch Wacker Thun, der Meister von 2018. Die Berner Oberländer starteten in der Aarauer Schachenhalle mit einer 24:26-Niederlage gegen Suhr Aarau. Thun führte früh 6:3 und zur Pause noch 14:13, musste in der zweiten Halbzeit aber permanent Rückständen hinterher laufen.

Zu Heimsiegen kamen Pfadi Winterthur gegen Kriens-Luzern (25:20) und der BSV Bern gegen St. Otmar St. Gallen (33:28).