Spannung kam in der ausverkauften Arena in Herning nie auf. Nur in der Startphase lag der Aussenseiter aus Norwegen kurzzeitig in Front. Bereits zur Pause führte der Gastgeber mit sieben Toren Vorsprung - auf weniger als bis auf sechs Tore kam der WM-Zweite von 2017 nach der Pause nicht mehr heran.

Wie bereits beim beeindruckenden 38:30-Sieg im Halbfinal gegen den sechsfachen Weltmeister Frankreich zeigten die von Nikolaj Jacobsen trainierten Dänen im Angriff eine unglaubliche Leistung. Die Angriffseffizienz in den ersten 30 Minuten betrug 75 Prozent! Die zweite Hälfte wurde dann zum Schaulaufen. Der Co-Gastgeber gewann alle zehn Partien mit mindestens drei Toren Differenz.

Damit sind für die Dänen alle guten Dinge vier, hatten sie doch die ersten drei WM-Finals verloren. Die Auswahl um Superstar Mikkel Hansen, der Torschützenkönig und beste Spieler des Turniers, sicherte sich nach den beiden EM-Titeln 2008 und 2012 und dem Olympiasieg vor gut zwei Jahren in Rio de Janeiro nun erstmals auch WM-Gold. Damit gehören die Dänen zum erlauchten Kreis von vier Teams, die alle drei grossen Titel gewonnen haben. Neben Dänemark sind das Frankreich, Russland und Deutschland (wenn man den Olympiasieg der DDR 1980 mitberücksichtigt).

Bronze sicherte sich Frankreich, das Deutschland im Spiel um Platz 3 dank eines Treffers in der letzten Sekunde durch Nikola Karabatic 26:25 schlug. Es war für die Franzosen die elfte Medaille an den letzten 14 Weltmeisterschaften - eine unglaubliche Bilanz.