EM-Qualifikation

Gut gespielt, trotzdem nicht gewonnen – Die Schweiz verliert zum Auftakt in Kroatien mit 28:31

Spiel Schweiz Kroatien

Spiel Schweiz Kroatien

Die Schweizer Handballer sind mit einer Niederlage in die EM-Qualifikation gestartet. Das Team von Trainer Michael Suter verlor in Osijek gegen den WM-Fünften Kroatien 28:31.

Zur Halbzeit hatten die Schweizer noch 16:15 geführt. Zu Beginn bekundeten die Gäste einige Mühe mit der aggressiven Deckung der Kroaten. Beim Stand von 7:10 (18.) nahm Suter ein Timeout und spielte danach in der Offensive mit einem siebenten Feldspieler anstelle des Torhüters. Diese Massnahme zeigte zunächst die gewünschte Wirkung. In den folgenden zehn Angriffen bis zur Pause erzielte die SHV-Auswahl nicht weniger als neun Tore.

Für die Hälfte der Schweizer Treffer in den ersten 30 Minuten zeichnete Andy Schmid verantwortlich. Der 35-jährige Regisseur unterstrich im ersten Abschnitt eindrücklich, warum er in der Bundesliga fünfmal hintereinander zum MVP gewählt worden war. In der Folge stellten sich die Kroaten besser auf Schmid ein, der in der zweiten Halbzeit nur noch einmal per Penalty erfolgreich war.

Überhaupt liessen die Schweizer im Angriff etwas nach, was dazu führte, dass die Osteuropäer in der zweiten Hälfte vier Treffer ins leere Gehäuse schossen. Zudem hatte die SHV-Auswahl Pech, dass Lenny Rubin in der 44. Minute eine harte Rote Karte kassierte. Der kurz zuvor eingewechselte 2,04 m grosse Aufbauer hatte mit zwei Toren einigen Schwung gebracht.

Zu wenige Paraden der beiden Schweizer Torhüter

Allerdings können sich 28 erzielte Tore in Kroatien sehen lassen. Das Problem war vielmehr die Defensive, die dem Heimteam zu viele einfache Abschlüsse zugestand. Ausserdem brachten es die beiden Schweizer Torhüter Nikola Portner (2) und Aurel Bringolf (2) zusammen bloss auf vier Paraden. Mit einer solchen Quote ist es selbstredend schwierig, gegen eine Weltklasse-Team wie Kroatien zu gewinnen.

Dennoch lässt sich auf dieser Leistung aufbauen. Positiv wirkte sich die Rückkehr von Alen Milosevic aus. Der in der Bundesliga bei Leipzig engagierte Kreisläufer traf fünfmal und verzeichnete keinen Fehlwurf. Am Sonntag empfangen die Schweizer in der Eishockeyhalle in Zug Serbien, das sich am Mittwoch im Heimspiel gegen Belgien mit einem 27:27 begnügen musste. Dann sind Punkte Pflicht, um das grosse Ziel in Form der ersten EM-Teilnahme seit 2006 zu erreichen. 

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