Der damalige Präsident Luiz Inácio Lula da Silva sei in die Bestechung nicht direkt verwickelt gewesen, habe aber davon gewusst, sagte Sérgio Cabral am Donnerstag bei einer Gerichtsanhörung.

Gemeinsam mit dem Olympia-Organisationschef Carlos Arthur Nuzman und dem brasilianischen Unternehmer Arthur Cesar Soares de Menezes Filho habe er vor der entscheidenden Abstimmung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) 2009 die Stimmen mehrerer IOC-Mitglieder gekauft, sagte Cabral. Der langjährige Chef des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF und IOC-Mitglied Lamine Diack sowie dessen Sohn hätten dabei geholfen.

Cabral gilt als einer der korruptesten Politiker Brasiliens. In mehreren Verfahren wurde er wegen Korruption, Geldwäscherei und der Bildung einer kriminellen Vereinigung zu insgesamt 198 Jahren Haft verurteilt.