Der RTV, ohne die zwei verletzten wichtigen Linkshänder und Teamstützen Igor Stamenov (Captain) und Marko Vukelic angetreten, lagen ab der 10. Minute praktisch immer in Führung und Mitte der ersten Halbzeit 12:8 und zur Pause 18:16 in Führung. Zu Beginn der zweiten Halbzeit gelang GC Amicitia zwar zweimal der Ausgleich zum 18:18 und 19:19, danach aber übernahm der RTV wieder das Spieldiktat und führte immer mit einem oder zwei Treffern Vorsprung.

So auch acht Minuten vor Schluss (27:25), als Severin Kaiser im dümmsten Moment einen Penalty verschoss, der so etwas wie eine Vorentscheidung hätte sein können. In der Folge bekamen die Zürcher nochmals Oberwasser und glichen fünf Minuten vor Schluss erstmals seit langer Zeit wieder aus (27:27). 

Der RTV profitiert von Gossau

In der hektischen, dramatischen Schlussphase ging der RTV dann zwar noch zweimal in Führung, letztmals 38 Sekunden vor Schluss durch Florian Goepfert zum 29:28, doch fünf Sekunden vor Spielschluss musste dann der RTV erneut den unnötigen Ausgleich hinnehmen. Beste RTV-Torschützen in Zürich waren Bruno Kozina und Florian Goepfert mit je sechs Treffern, aber beide mit durchschnittlichen Quoten.

Dieser in der Tat ärgerliche Punktverlust ist insofern minimal weniger schmerzhaft, weil der direkte RTV-Konkurrent um Platz zwei in der Abstiegsrunde, Gossau, überraschend vor eigenem Publikum gegen das bis anhin in 19 Spielen punktelose Schlusslicht Stäfa verlor (23:25) und somit der RTV nun in der Tabelle zwei Punkte vor Gossau figuriert. Der RTV sollte vor dem nächsten Fixpunkt am kommenden Samstag auswärts in Stäfa gewarnt sein.