Es war ein überzeugender Auftritt, den die Schweizer in der Berner Wankdorfhalle hinlegten. Nach einem gegenseitigen Abtasten zu Beginn steigerten sich die Schweizer ab Mitte des ersten Drittels. 3:1 lagen sie zur ersten Pause vorne, bis zur 36. Minute bauten sie die Führung auf 9:1 aus. Anders als in früheren Duellen bekundeten die Schweizer gegen die Norweger keine Probleme.

Der Viertelfinal gegen den bislang stärksten Widersacher an dieser WM war damit frühzeitig entschieden. Wie bereits gegen Singapur und Estland sammelte erneut Emanuel Antener am meisten Skorerpunkte (1 Tor/3 Assists). Der Leader in der entsprechenden Wertung ist damit bereits bei 24 Punkten angelangt. "Teilen" musste er sich die Krone als erfolgreichster Skorer diesmal mit Matthias Hofbauer und Markus Gerber, die ebenfalls auf je vier Punkte kamen.

Für die entscheidende Phase der WM zügelt der Unihockey-Tross in das Zürcher Hallenstadion. Dort treffen die Schweizer am Samstag im Halbfinal auf Finnland, das wohl stärkste Team an dieser WM. Die Finnen gewannen ihren Viertelfinal gegen Tschechien mit 4:1.

Speziell dürfte die Partie für den Schweizer Nationaltrainer Petteri Nykky werden. Der Finne hatte seine Landsleute zuletzt zweimal zu WM-Gold gecoacht. Nun soll er das Kunststück mit den Schweizern vollbringen.

Im zweiten Halbfinal treffen die Schweden (18:1 gegen die Slowakei) überraschend auf Deutschland. Die Deutschen mit dem Schweizer Philippe Soutter als Trainer setzten sich in Zürich überraschend gegen Lettland mit 4:2 durch und zogen erstmals an einer WM in die Top vier ein. Die Letten verpassten die grosse Chance auf den Halbfinal-Einzug, nachdem sie in der Vorrunde sensationell die Tschechen (5:4) bezwungen hatten, und werden ebenfalls leer ausgehen.

WM der Männer in der Schweiz. Viertelfinals. In Bern: Schweiz - Norwegen 11:5 (3:1, 6:1, 2:3). Schweden - Slowakei 18:1 (5:0, 8:0, 5:1). In Zürich: Finnland - Tschechien 4:1 (1:0, 2:1, 1:0). Lettland - Deutschland 2:4 (1:2, 1:1, 0:1).

Halbfinals. Samstag, 8. Dezember (im Hallenstadion, Zürich): Finnland - Schweiz (16.30 Uhr) und Schweden - Deutschland (19.30 Uhr).