Slackline
Springen und Balancieren für den Schweizermeistertitel

Zum ersten Mal findet die Trickline-Schweizermeisterschaft am 24. Oktober in der Romandie, genauer in Bulle (FR), statt. Robin Jacquat hat sie mit seinem Sieg 2014 in Zürich zu sich nach Hause geholt.

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Sieger 2013 Samuel Volery in der Qualifikation im Hasenkostüm

Sieger 2013 Samuel Volery in der Qualifikation im Hasenkostüm

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Trickline, das ist eine atemberaubende Mischung aus Akrobatik und Seiltanz, allerdings auf elastischen Bändern. Die Athleten wirbeln hoch in die Luft, um einzig auf dem schmalen Kunststoffband zu landen, das sie wieder in die Höhe katapultiert. Saltos, Schrauben und Schulterstände sind erst der Anfang. Es ist ein Trendsport, und wer die Athleten einmal dabei beobachtet hat weiss, wieso Tricklinen so beliebt geworden ist, dass bereits zum dritten Mal eine eigene Schweizermeisterschaft darin ausgetragen wird.

Zum ersten Mal findet der Event nun in der Romandie statt. Genauer bei Bulle, der Heimat des 21-jährigen derzeitigen Schweizermeisters Robin Jacquat. «Ich freue mich sehr, dass die Meisterschaft bei uns durchgeführt wird. Das wird ein super Anlass, mit dem wir auch Tricklinen und Slacklinen in der Region bekannter machen wollen», sind sich Jacquat und Mitorganisator Hugo Minnig, beide Mitglieder der Larmichettes Slackline Crew aus Bulle, einig.

Zweimal wurde die Meisterschaft bisher in Zürich ausgetragen, wo sie vom ersten Sieger, Samuel Volery aus Uster, und dem Zürcher Slackline Verein Slacklions organisiert wurde. Volery kann diesmal jedoch nicht teilnehmen, weil er gleichzeitig auf dem benachbarten Moléson einen dreitägigen Highline-Dauerlauf-Weltrekordversuch für einen guten Zweck durchführt. «Es ist sehr schade, dass Sam nicht teilnimmt, das wäre ein spannendes Duell geworden», so Jacquat. «Aber es gibt auch andere starke Teilnehmer, auf die ich sehr gespannt bin.»

Der Titelverteidiger trainiert wöchentlich in der Halle und versucht zudem mindestens einmal pro Woche draussen zu slacken. «Ich habe viele neue Tricks gelernt, aber noch mehr habe ich mich darauf konzentriert, blind zu springen. Das Gefühl ist viel besser als mit offenen Augen, du musst lernen, dir selber viel mehr zu vertrauen. Du kennst jede Bewegung, die du normalerweise mit offenen Augen durchführst, nur dass sie nun eben zu sind, dafür fühlst du umso mehr. Es ist ein tolles Gefühl.»

Bisher sind zwölf Athleten gemeldet, die am Wettbewerb teilnehmen. «Man kann sich immer noch anmelden. Die einzige Vorgabe ist, dass die Teilnehmer in der Schweiz wohnen müssen», hält Hugo Minnig fest. Am 24. Oktober wird ab 10 Uhr die Qualifikation, am Nachmittag dann das Finale stattfinden. Die Organisatoren rechnen mit gut 200 Zuschauern in der Turnhalle der Primarschule La Tourmaline in La Tour-de-Trême.

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