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Unkonventionell zum Erfolg

Die Frauenabteilung des Fussballclubs Aarwangen versucht mit einem Schnupperkurs, neue Spielerinnen fürs Juniorinnen-Team zu gewinnen. Mit Erfolg. Sechs Neue versuchten sich mit dem runden Leder.

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Schnuppertraining

Schnuppertraining

Solothurner Zeitung

Armin Leuenberger

Sechs Mädchen und eine junge Frau, Mutter von zwei kleinen Buben, meldeten sich auf ein Zeitungsinserat, um in Aarwangen auf dem Sportplatz Sonnhalde am Samstagnachmittag das angesetzte Schnuppertraining mitzumachen. René Eisenhut, Trainer der Aarwanger Juniorinnen, die auf ihr erstes Meisterschaftsjahr zurückblicken, hat zusammen mit René Ledermann ein vielseitiges, auf die Möglichkeiten der Anfängerinnen abgestimmtes Programm erarbeitet, das den Kursteilnehmerinnen viel Spass bereitet hat. Das Duo hat dabei dem Umstand Rechnung getragen, dass Fussballerinnen nicht einfach vom Himmel fallen, sondern das Produkt gezielter, anspruchsvoller Trainings sind.

Sechs kommen ins Training

Das Resultat des Schnuppertrainings ist erfreulich. Ein Mädchen musste zwar wegen Heuschnuppens am Samstag passen, hat sich aber bereits für das erste Training, welches am 3. August beginnt, angemeldet. Vier der jungen Mädchen waren ebenfalls so begeistert, dass sie ab August das Training aufnehmen wollen. Eines davon ist Natalie Grunder, 13-jährig, aus Schwarzhäusern. Die Badmintonspielerin: «Dieser Schnuppernachmittag hat mir riesig Spass gemacht.»

Nichts wird unterlassen

Nicole Wyss, die junge Mutter, spielt seit drei Jahren regelmässig an Grümpelturnieren mit. «Ich wollte aber schon länger in einem Verein Frauenfussball spielen. Diese Gelegenheit nehme ich nun wahr. Ich werde am 3. August auch mit dem Training beginnen», sagt sie. Sie freut sich. Es ist möglich, dass sie dann auch gleich ihren sechsjährigen Sohn zu den Piccolos mitnimmt.

Damit man in und um Aarwangen vom jungen Frauenfussballteam spricht, unterlässt der verantwortliche Trainer René Eisenhut mit seinen Kickerinnen nichts. So hat sich am vorangegangenen Wochenende das ganze Team am Eidgenössischen Pontonierwettfahren mächtig ins Zeug gelegt und Tausende von Tombolalosen für den Organisator verkauft.

«Dies hat neben dem PR-Effekt auch noch einen schönen Batzen in die Mannschaftskasse gebracht», so Eisenhut. Auch am Dorfturnier von Schwarzhäusern hat das junge Team mit Flyers auf das Schnuppertraining aufmerksam gemacht. Die begeisterten Juniorinnen rufen sich so ständig in Erinnerung. «Man spricht von uns», sagt Eisenhut erfreut.

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