Kommentar
Weltfussballer Cristiano Ronaldo: Alternativlos und verdient wie nie

Am Montagabend wurde Cristiano Ronaldo zum vierten Mal zum Weltfussballer des Jahres gewählt. Mit 34,54 Prozent der Stimmen verwies Ronaldo seinen Rivalen Messi (26,42 Prozent) deutlich auf den 2. Platz, Antoine Griezmann holte gar nur 7,53 der Stimmen. Ein Kommentar über die Tatsache, dass diese Entscheidung die einzig richtige war.

Sebastian Wendel
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Cristiano Ronaldo küsst seinen Weltfussballer-Pokal.

Cristiano Ronaldo küsst seinen Weltfussballer-Pokal.

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Europas Fussballer des Jahres, Gewinner des Ballon d’Or und seit gestern Montag auch Fifa-Weltfussballer – Cristiano Ronaldo hat für 2016 alles abgeräumt, was es an Einzelauszeichnungen für Fussballer abzuräumen gibt. Langweilig? Vielleicht! Aber auch: alternativlos. Und: Verdient wie nie.

Für den Portugiesen ist es bereits die vierte Auszeichnung zum Weltfussballer. Er wechselt sich seit 2008 ab mit Lionel Messi, seinem grossen Widersacher und seiner Triebfeder in einem.

Fifa Football Awards
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Die Preisträger (v.l.): Claudio Ranieri, Silvia Neid, Carli Lloyd und Christiano Ronaldo.
Ronaldo jr. begleitete seinen Papa nach Zürich.
Fifa-Präsident und Gastgeber Gianni Infantino begrüsst die Gäste.
Manuel Neuer ist ebenfalls in Zürich.
Die argentinische Fussball-Legende Diego Armando Maradona.
Cristiano Ronaldo bei der Ankunft.
Sergio Ramos mit seiner Partnerin Pilar Rubio.
Tony Kroos mit Frau Jessica Farber.

Fifa Football Awards

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Das Duell der seit zehn Jahren prägenden Figuren hat unter den Fans zu einer neuen Gretchenfrage geführt: Ronaldo oder Messi? Das ist wie: Coop oder Migros? Pepsi oder Cola? Irgendwann hat man sich für eine Seite entschieden – und dieser bleibt man ein Leben lang treu.

Ob Ronaldo oder Messi zum Weltfussballer gewählt wurden, war in den vergangenen Jahren eigentlich egal. Verdient hatten es jeweils beide, beide sind unantastbar und der Konkurrenz um Längen voraus. Doch dieses Mal war es anders. Dieses Mal konnte der Sieger nur Ronaldo heissen. Das müssen auch die Messianer eingestehen.

Ronaldo stand in den wichtigsten zwei Fussball-Spielen des Jahres 2016 auf dem Platz. Und beide entschied er: Im Champions-League-Final mit Real Madrid gegen Atlético trat er als Letzter im Penaltyschiessen an – und traf.

Gut einen Monat später war er die grosse Figur im EM-Final zwischen Portugal und Frankreich: Nicht als Spieler – Ronaldo musste früh verletzt raus. Nein, als Motivator, als Einpeitscher, als Inspiration für seine Kollegen. Ohne Ronaldos inbrünstige Unterstützung von der Seitenlinie hätte Portugal verloren – ganz sicher!

Cristiano Ronaldo und der eigentliche Coach Fernando Santos:

Seit dem EM-Final fragt sich die Welt, ob Fernando Santos oder Cristiano Ronaldo Trainer von Portugal ist.
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Eines ist klar, die beiden sind sich einig.
Egal in welcher Situation...
...die Synchronität des Handelns ist nicht zu übersehen.
Auch in der Pause der Verlängerung reden beide gemeinsam auf die Mitspieler ein. Ronaldo und Santos: ein Herz und eine Seele!
Oder doch nicht? Santos scheint hier mit CR7 für einmal nicht ganz einverstanden zu sein.
Zudem weiss der erfahrenere Santos anders als CR7, wie man die Stimme schont.
"Hab ich doch alles schon gesagt Cristiano. Beruhige dich!"
Den Pokal heben beide dann doch wieder gemeinsam hoch.
Und auch in der Heimat weicht Ronaldo nur selten von der Seite des Trainers.

Seit dem EM-Final fragt sich die Welt, ob Fernando Santos oder Cristiano Ronaldo Trainer von Portugal ist.

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Und Messi? Der verlor zum zweiten Mal in Folge den Final der Copa America (Südamerika-Meisterschaft). Immerhin schnappte er Ronaldo mit Barça den spanischen Meistertitel weg – doch das war zu wenig im Duell der Giganten, in dem es um die globale Vorherrschaft geht.

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