Super League

Wie weiter nach den Corona-Fällen bei Servette und Basel? Die Liga sagt: «Es gibt genügend Spielraum»

Der nächste Corona-Fall: Servette-Captain Anthony Sauthier ist, wie Torhüter Frick ebenfalls, positiv getestet.

Der nächste Corona-Fall: Servette-Captain Anthony Sauthier ist, wie Torhüter Frick ebenfalls, positiv getestet.

Zwei positive Corona-Fälle bei Servette, der FCB in Quarantäne, YB ohne Fans –wie reagiert die Liga auf die Probleme? Fragen und Antworten.

Servette: Nur Isolation für zwei Spieler oder Quarantäne für die ganze Mannschaft?

Die Corona-Fälle im Schweizer Fussball mehren sich. Jüngstes Beispiel: Servette. Am Dienstag gaben die Genfer bekannt, dass Goalie Jérémy Frick und Captain Anthony Sauthier positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die beiden begaben sich danach in Isolation und werden mindestens die nächsten Spiele bei Sion (25.10.) und gegen den FCZ (31.10.) verpassen.

Weiter unklar ist indes, ob die positiven Tests Folgen haben für die ganze Mannschaft. Ob sie sich wie schon der FC Basel am Wochenende als ganze in Quarantäne begeben muss. Die ersten Symptome verspürten Frick und Sauthier am Montagmittag. Mittlerweile wurden sämtliche Spieler und Mitglieder des Staffs getestet, die kanto­nalen Behörden werden wohl am Mittwoch entscheiden, wie es für Servette weitergeht.

Das Spiel Sion-Servette vom Sonntag ist mehr als fraglich. Auch Sion verzeichnete zuletzt mit Dennis Iapichino einen Coronafall. Der Kantonsarzt im Wallis schickte zwei Spieler und zwei Staff-Mitglieder in Quarantäne, nicht aber die gesamte Mannschaft.

FC Basel: Auch Spiel gegen Lausanne wird verschoben

Nach dem verschobenen Spiel gegen den FCZ wird der FC Basel auch am kommenden Wochenende gegen Lausanne nicht antreten können.

Nach dem verschobenen Spiel gegen den FCZ wird der FC Basel auch am kommenden Wochenende gegen Lausanne nicht antreten können.

Am Dienstag informierte der Kanton Basel-Stadt, wie es rund um den FC Basel weitergeht. Wie erwartet wird das Team grösstenteils in Quarantäne ­versetzt, 23 Spieler und zwei Staff-Mitglieder sind davon ­betroffen. Das bedeutet: Der FCB wird bei der Swiss Football League beantragen, auch die Partie vom kommenden Sonntag gegen Lausanne zu verschieben. Und weil mehr als sechs Akteure betroffen sind, wird dieses Gesuch bewilligt. Das nächste Spiel, das der FCB bestreiten darf, ist jenes vom 1. November auswärts in St.Gallen. Die Vorbereitung auf die Partie ist gleichwohl beeinträchtigt, weil die Quarantäne erst Mitte der Woche endet.

Was aber passiert mit den verschobenen Spielen? Wird ­irgendwann die Termin-Not zu gross? Die Swiss Football League bleibt im Moment gelassen. Sprecher Philippe Guggisberg sagt: «Die SFL und besonders die Klubs haben in den letzten Monaten viel Verständnis und Flexibilität gezeigt. Wir haben auch gelernt, dass wir nicht alle Szenarien voraussehen können, die Situation kann sich ­jeden Tag verändern. Aber wir geben unser Bestes, für jede ­Herausforderung eine faire ­Lösung für alle Beteiligten zu finden.»

Der traurige Fakt, dass mit YB nur ein Schweizer Vertreter im Europacup engagiert ist, gibt dem nationalen Fussball etwas mehr Spielraum. Es ist zu erwarten, dass sich die Uefa kulant zeigt für Nachholspiele an Abenden mit europäischen Partien. Selbstverständlich ist das nicht, denn es gibt eine Verein­barung, dass während des Europacups nicht gleichzeitig Meisterschaftsspiele stattfinden dürfen.

Ist die Uefa tatsächlich kulant, so könnte der FCB am Mittwoch 4. November beim FCZ antreten, und am Mittwoch 25. November gegen Lausanne. Auch anfangs Dezember gäbe es noch einmal eine Möglichkeit. Die Winterpause dauert – Stand heute – von Heiligabend bis zum 23. Januar. Notfalls würde sie wohl noch einmal verkürzt.

Im Vergleich zur letzten Saison ist auch reglementarisch festgeschrieben, was passiert, wenn die Meisterschaft nicht zu Ende gespielt werden kann. Sind mindestens 18 Runden gespielt, so wird jene Tabelle abschliessend gewertet, bei der letztmals eine Runde vollständig absolviert wurde.

YB: Erste Erklärungen von der Regierung nach dem Verbot von Grossveranstaltungen

Am Sonntag verbot der Berner Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg Grossanlässe per sofort. Nun erklärt er sich. In einem Interview mit «Watson» sagt er: «Es ist besser, wir ergreifen jetzt harte Massnahmen, als der Epidemie immer nur hinterherzurennen. Der Bundesrat hat mittels Verordnung beschlossen, dass sich draussen nur noch maximal 15 Personen treffen dürfen. Wie wollen Sie ein Stadion unter Berücksichtigung dieser Vorgabe mit tausenden Fans füllen? Das Problem ist die An- und Abreise der Massen, nicht der Matchbetrieb selbst.»

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