Leichtathletik

Wieder Studentin – Kambundji nutzt die Coronapause zur Weiterbildung und freut sich auf «Weltklasse Zürich light»

Mujinga Kambundji: sprinten und lernen.

Mujinga Kambundji: sprinten und lernen.

Zuerst Prüfungen an der Wirtschaftshochschule, dann endlich doch noch Wettkämpfe. Leichathletin Mujinga Kambundji spricht über ihre stressigen Tage.

Es sind hektische Tage, die Mujinga Kambundji gerade erlebt. Doch für einmal nicht aus sportlichen Gründen. Die 27-jährige Berner Sprinterin absolviert in diesen Wochen Prüfungen an der privaten Wirtschaftshochschule Bern.

Kambundji plötzlich wieder Studentin, wie kommt das? Es war ein spontaner Entschluss, unmittelbar nachdem die Coronakrise ausgebrochen war. Kambundji wollte die ungeplant zur Verfügung stehende Zeit sinnvoll nutzen, also schrieb sie sich erstmals seit Sommer 2018 wieder für Vorlesungen ein. ­Zunächst wollte sie zwei oder drei Kurse belegen, am Ende sind es doch sechs geworden. «Rückblickend habe ich eine sehr intensive Zeit hinter mir. Ich habe rasch wieder gemerkt, warum ich das Studium unterbrochen habe, auch wenn das Training lange nur in ­reduziertem Rahmen stattfinden konnte.»

Konkrete Pläne für nach der Karriere hat Kambundji noch nicht, doch eines ist klar: «Mein Job muss mit Menschen zu tun haben.»

Sie sprintet alleine im – die Konkurrenz gleichzeitig in Amerika

Dass nun doch auch in der Leichtathletik noch einige Meetings geplant sind in dieser coronaverseuchten Saison, wenn auch in völlig ungewohntem Rahmen, freut die WM-­Bronze-Gewinnerin von 2019 über 200 Meter. «Ich finde es grossartig, dass die Veranstalter etwas ­Spezielles auf die Beine stellen.»

Weltklasse Zürich heisst neu «Inspiration Games» und findet am Donnerstag, 9. Juli, statt. Im leeren Letzigrund sprintet ­Kambundji über 150 Meter – ihre Konkurrentinnen Shaunae ­Miller-Uibo und Allyson Felix starten derweil zeitgleich in ­Florida und Kalifornien.

Was erwartet Kambundji von diesem Abend? «Es wird ­sicher ziemlich ­komisch sein, einem Wettkampf zu bestreiten in einem leeren Stadion, wo nur einige wenige Athleten und Helfer sind. Und alleine zu sprinten, ohne zu sehen, was links und rechts läuft.» Trotzdem ist die Vorfreude gross. «Hauptsache Wettkampf! Und ich bin sicher, die TV-Zuschauer kommen in den Genuss cooler Rennen.»

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