Kulturleben Buchsbaum
Bock auf Doppelbock

Voodoo-Jodel im Kulturzelt Buchs

Odette Huwyler
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Bock auf Doppelbock? Das zumindest hatten mehr als 80 Zuschauerinnen und Zuschauer am letzten Samstagabend im Kulturzelt in Buchs.

Unter dem Titel „Voodoo-Jodel" sang, spielte und jodelte die Formation Doppelbock mit den beiden Sängerinnen Christine Lauterburg und Barbara Berger.

„Nein, nein, mit Voodoo hat das Ganze eigentlich nichts zu tun, „meinte Dide Marfurt, der pfiffig durchs Programm führte. Man habe eben den Begriff „Naturjodel" etwas aufmotzen wollen.

Brausend wie ein Föhnsturm
Sympathisch schräg kam das ganze Programm beim Publikum an. Dreissig urschweizerische Instrumente - vom Chlefeli übers Trümpi bis hin zu Schalmei und Schwyzerörgeli - kamen zum Einsatz. Nicht zu vergessen der Gong, der virtuos geschlagen und gestrichen zu einem echten Klangerlebnis wurde.

An- und Abschwellen, Brausen, Donnern - wie ein Föhnsturm eben aus jenen Alpentälern, in denen das Liedgut von „Vodoo-Jodel" einst entstand.

Das fidele Sextett sang und spielte urschweizerisches Lied- und Jodelgut. Der „Emmentaler Chuereihe" oder „Meiteli, wenn du witt go tanze" waren zwar in den Originaltexten zu hören, dies aber in einer lüpfigen, mitunter fast jazzigen Art und Weise. Ab und zu gaben auch die beiden Jodlerinnen mit Hexenbesen und Schlagholz den Takt an. Leicht schräg eben, aber virtuos vom ersten bis zum letzten Ton! (FLOH)