Evangelische Volkspartei
EVP Fraktionsbericht zur Einwohnerratssitzung vom 29. Januar 2021

Ulrich Käser
Merken
Drucken
Teilen

Erstmals im neuen Jahr traf sich die Fraktion der EVP Brugg um die nächste Einwohnerratssitzung vorzubereiten.
Wir bedauern, dass der Stadtrat das Postulat betreffend Vernehmlassungsverfahren abgelehnt hat. Eine vermehrt frühzeitige Einbindung des Einwohnerrates und gegebenenfalls auch von Einwohnerinnen und Einwohnern ermöglicht es dem Stadtrat, gestützt auf die Rückmeldungen mehrheitsfähige und breit akzeptierte Vorlagen zu präsentieren.

Im Zuge des Projekts «Stadtraum Bahnhof Brugg Windisch» mit dem Ziel, den Zentrumsraum attraktiv zu gestalten und eine hochwertige Siedlungsentwicklung zu schaffen, ist die Prüfung einer Überbauung / Überquerung über die Bahngeleise aus unserer Sicht unabdingbar. Die Vorteile einer Überbauung / Überquerung im Vergleich zur Verbreiterung der Unterführung sind immens.

Wir sind der Ansicht, dass die aktuellen familienergänzenden Betreuungsmöglichkeiten in der Stadt Brugg ausreichend sind. Eine zusätzliche öffentliche Tagesschule ist nicht notwendig und kommt den Steuerzahler teuer zu stehen. Wir gehen davon aus, dass Familien, welche die heutigen Betreuungsmöglichkeiten nicht nutzen (können), auch nicht das Angebot einer öffentlichen Tagesschule in Anspruch nehmen werden.

Die Aufnahme von neun geflüchteten Menschen aus Moira, Lesbos, Griechenland, unterstützt unsere Fraktion einstimmig. Dies ist zwar nur ein Tropfen auf den heissen Stein, gibt unserer Stadt aber die Möglichkeit, Menschlichkeit und Solidarität zu zeigen.

Die Motion betreffend Anschaffung eines Kunstrasenplatzes im Schachen Brugg gab einiges zu diskutieren. Aus ökologischer Sicht stehen wir dem Bau eines Kunstrasenplatzes sehr kritisch gegenüber. Jedoch wäre die Prüfung einer solchen Investition auf deren Nachhaltigkeit von grossem Nutzen. Erst dann können wir uns abschliessend für oder gegen einen Kunstrasenplatz aussprechen.

Auch das Postulat der Grünen betreffend Klimaschutz als Querschnittsthema haben wir lange diskutiert. Wir haben Verständnis für das Anliegen der Grünen, jedoch ist uns die Prüfung von allen Vorlagen auf ihre Auswirkungen auf den Klimawandel zu einseitig. Nebst den ökologischen Aspekten müssen auch die sozialen und ökonomischen Auswirkungen verträglich gestaltet werden um die Nachhaltigkeit eines Projektes zu gewährleisten.

Brugg, 19.01.2021

Für Auskünfte:

Doris Erhardt, Fraktionspräsidentin: d.erhardt@gmx.ch / 079 323 32 32