Handball NLB
Heikle Pflichtaufgabe für den TV Solothurn gegen das Schlusslicht

Nach den schwierigen Aufgaben gegen die Spitzenteams der NLB wartet am Samstag mit dem BSV Stans das Schlusslicht auf den TV Solothurn. Trotz Favoritenrolle dürfte das Spiel aber kein Selbstläufer werden.

Gaudenz Oetterli
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TV Solothurn 2017/18

TV Solothurn 2017/18

zvg

Zehn Punkte beträgt die Differenz zwischen dem TV Solothurn und dem BSV Stans in der Tabelle. Während Solothurn um einen Platz auf dem Podest mitspielt, mussten die Innerschweizer diese Saison hartes Brot essen und gelten als einer der Abstiegskandidaten.

Nur gerade einmal ging Stans bisher als Sieger vom Platz, und dies mit 26:25 nur ganz knapp gegen den Vorletzten TV Steffisburg. Auf dem Papier also klare Vorzeichen bezüglich Rollenverteilung im Duell mit dem TV Solothurn.

Stans mit klarer Aufwärtstendenz

Analysiert man jedoch die Resultate des BSV Stans, scheint die Lücke zwischen den beiden Mannschaften nicht mehr so gross. Zwar verloren die Innerschweizer vier ihrer zehn Partien deutlich, sprich mit sechs oder mehr Toren Differenz. Doch gingen auch zwei Spiele mit der Minimal-Differenz von einem Tor verloren.

Zudem konnten die Nidwaldner im letzten Spiel gegen den Tabellendritten STV Baden lange mithalten und verloren nur knapp mit 24:27. Rein den Resultaten nach zu urteilen, zeigt Stans in den letzten Runden also eine klare Aufwärtstendenz.

Verstärkungen für den TVS-Gegner

Auch neben dem Platz reagierte der BSV Stans auf den schwachen Saisonstart. Gerade diese Woche gab der Verein die Verpflichtung zweier neuer Rückraumspieler bekannt. Per sofort stossen der Serbe Nikola Perovic (linker Aufbau) und der Brasilianer Fernando Skrebsy Dutra (Rückraum Mitte) zu den Innerschweizern.

Perovic ist mit seinen 197cm Grösse ein klassischer Shooter, Dutra wird auf der Internetseite des BSV als kreativer und torgefährlicher Spielmacher gepriesen. Ob die beiden Neuzuzüge gegen Solothurn bereits spielberechtigt sind oder überhaupt eingesetzt werden, ist nicht bekannt.

Verletzungssorgen im Solothurner Rückraum

Solothurn hingegen kämpft weiterhin mit Verletzungssorgen im Rückraum. Dazu kommt die Sperre von Nicolo Moggi. Der starke Kreisläufer des TVS hat eine Vier-Spiele-Sperre aufgebrummt erhalten, weil er nach der verpfiffenen letzten Minute im Spiel gegen die Kadetten Espoirs im Anschluss an das Spiel in der Mannschaftsgarderobe über die Schiedsrichter geflucht hatte.

Einer der Schiedsrichter, der die TVS-Garderobe betreten hatte, hat dies mitbekommen und einen Rapport verfasst. Zwar legte der TV Solothurn Rekurs ein gegen die harte Bestrafung, da ein Unparteiischer nach Auffassung des Vereins nichts in einer Mannschaftsgarderobe zu suchen hat. Dieser Rekurs wurde jedoch diese Woche abgewiesen. Dass die Truppe von Trainer Marco Kurth aber auch trotz der vielen Ausfälle Spitzenleistungen erbringen kann, hat sie im Heimspiel gegen die Lakers Stäfa bewiesen.