Menschenstrom: 650 wanderten ab dem Bözberg

Sacha Schenker
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Ein bunter langer Tatzelwurm von Menschen schlängelte sich am vergangenen Sonntag vom Bözberger Vier Linden Platz her Richtung Windisch. Angeführt wurde die Wanderkundgebung von einer Bäuerin auf ihrem festlich geschmückten Traktor. „Kein Atommüll im Bözberg“ oder „Sicher ist nur das Risiko“ war beispielsweise auf den mitgeführten Transparenten und Tafeln zu lesen.

650 politisch motiviert Wandernde: Der Bözberg erlebte damit wohl seine erste Grossmanifestation. Die Bürgerorganisation KAIB (Kein Atommüll im Bözberg) zeichnete im Rahmen der gesamtschweizerischen Kundgebung „Menschenstrom gegen Atom“ für diese Wanderroute vom Bözberg nach Windisch verantwortlich, wo die Schlusskundgebung stattfand. Da hielt KAIB-Präsident Max Chopard-Acklin in seiner Ansprache vor über 6`000 Kundgebungsteilnehmenden fest: „Atomstrom und Atommüll sind nicht voneinander zu trennen. Atomkraftwerke produzieren nicht nur Strom, sie produzieren auch Atommüll. Mit jedem Tag, jeder Woche und jedem Jahr an dem die Atomkraftwerke weiterlaufen, wird auch der Atommüllberg grösser und grösser.“ und: „Der erste Schritt zur Minderung des Atommüllproblems ist der Ausstieg aus der Atomenergie“ denn: „Wir haben heute bessere Möglichkeiten als vor rund 50 Jahren, als das alternde AKW Beznau geplant und gebaut wurde. Die Innovation ist nicht stehen geblieben. Nutzen wir die neuen Chancen im Bereich der Energieeffizienz und investieren wir in einheimische, saubere und erneuerbare Energien. Das macht unsere Energieversorgung unabhängiger und schafft neue Arbeitsplätze.“ Während es auf der Bözbergwanderung noch trocken blieb, regnete es an der Schlusskundgebung in Windisch teilweise aus vollen Kübeln. Das tat aber der guten Stimmung unter den Teilnehmenden, die sich für die Energiewende stark machten, keinen Abbruch.

KAIB