SC Oensingen Lions
Nichts Zählbares an der Zürcher Goldküste

Mirjam Gabi
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T. Scheidegger (v.) im Zweikampf
Sprintduell mit C. Imobersteg (r.)
C. Locher trifft für die SCO Lions
Trotz Niederlage ein tolles Erlebnis

Bei ihrem ersten Playoff-Spiel kämpften die Löwinnen aufopferungsvoll, mussten sich aber einem starken Gegner mit 2:10 geschlagen geben. Bereits in wenigen Tagen besteht für die Lions die Möglichkeit zur Revanche.

Klare Rollenverteilung

Playoffs – da war doch schon mal was. Vor rund einem Jahr qualifizierten sich die Damen der SC Oensingen Lions bereits für die Playoffs, damals handelte es sich jedoch um die Aufstiegsplayoffs, welche unseren Löwinnen den Weg in die 1. Liga ebneten. Nun durften die Ladies also wieder in den Playoffs ran, dieses Mal handelt es sich jedoch eine Liga höher tatsächlich um jene Spiele, in welchen der Kleinfeld-Schweizermeister ausgemacht wird. Was für eine Leistung der Damen, in der ersten Saison bereits zu den acht besten Teams der Schweiz zu gehören!

Den Lions war jedoch klar, dass diese Playoffserie alles andere als ein Selbstläufer wird; stehen doch als Gegnerinnen ausgerechnet die Topfavoritinnen auf den Schweizermeistertitel vom UHCevi Gossau gegenüber. Dass die Löwinnen jedoch mit den grossen Teams des Damen-Kleinfeldunihockeys mithalten können, konnte schon während der Saison gegen die anderen drei Playoffteilnehmer aus der Gruppe 1 Oekingen, Semsales oder Berner Oberland bewiesen werden, als stets gute bis sehr gute Leistungen abgerufen wurden. Somit war klar: die Lions starten zwar als Aussenseiter in die Playoffserie, sind jedoch durchaus gewillt, zur Sensation beizutragen und den Zürcherinnen den Weg in den Halbfinal so schwer wie möglich zu gestalten.

Starke Defensive, offensiv glücklos

Gestern Abend um Punkt 18:00 Uhr pfiff also Schiedsrichter Pozzi das erste Spiel der Serie auswärts in Meilen an. Die Gossauerinnen wurden ihrer Favoritenrolle jedoch von Anfang an gerecht und konnten in den ersten 16 Minuten bereits drei Tore erzielen. Die Lions konnten dem im ersten Drittel nicht viel entgegensetzen, womit es beim ersten Pausenresultat von 0:3 für Gossau blieb. Die drei Coaches Schenker, Nünlist und von Däniken ermunterten ihre Frauen, defensiv weiterhin sauber zu arbeiten und den Zürcherinnen auf die Füsse zu treten. In der Offensive sollen weiterhin Abschlüsse gesucht und vor allem geduldig geblieben werden. Die Löwinnen setzten dies nicht schlecht um und überstanden eine 2-Minuten-Strafe gegen Nadja Bartlome (Stockschlag) ohne Gegentor. Der Ball wollte jedoch nach wie vor nicht den Weg ins Tor der Gossauer Schlussfrau finden, obwohl die Lions versuchten, das Glück durch Kampf zu erzwingen - im Gegenzug dazu erhöhte Gossau auf 0:6 und Pozzi pfiff zum zweiten Pausentee.

Die Ladies gaben sich noch nicht geschlagen und gaben weiterhin Vollgas, damit die Tore endlich zu ihren Gunsten fielen. Nach rund zwei Minuten im dritten Drittel ging dieser Plan nun endlich auf und Svenja Heilmann konnte das erste Tor des Abends für die Lions erzielen (Assist: Céline Imobersteg). Geht doch, dachten sich die Löwinnen, und dank einer 4:2-Überzahlsituation (Gossau erhielt eine Strafe wegen Sperren) konnte Cornelia Locher auf Pass von Svenja Heilmann das 2:9 erzielen. Das teilweise übermotivierte Einsteigen der Löwinnen ahndete der Schiedsrichter mit einer weiteren Strafe wegen Stockschlag gegen Cornelia Locher, doch auch jene Strafe konnte ohne Gegentor überstanden werden. Gossau gab nicht nach und erzielte einige Minuten vor Schluss per Empty Netter ein weiteres Tor zum Endresultat von 2:10.

Heimspiel als Revanche

Als Fazit kann aus Sicht der Lions gezogen werden, dass defensiv weiterhin stark verteidigt werden muss, wenn man das routinierte Gossau im nächsten Spiel im Schacht halten will. In der Offensive sollen die Tore endlich erzwungen werden, damit im eigenen Löwengehege mehr als zwei Mal gejubelt werden kann. Am 16. März haben die Löwinnen Gelegenheit dazu, die Serie auszugleichen; im heimischen Sportzentrum wird um 21:00 Uhr das zweite Playoff-Spiel dieser Serie angepfiffen. Auf geht's Löwinnen – fight, win, SCO Lions!

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