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Pfadi Big Horn rettet Bündner Tourismus

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Ein traditionell-moderner Chalandamarz Der Chalandamarz ist ein Bündner Brauch, bei welchem auf einem Umzug mit Kuhglocken der Frühling vertrieben wird. Die Pfadis veranstalteten einen modernen Umzug mit Luftballonen und Glocken, um mehr Touristen ins Bündnerland zu locken.
Spiel und Sport - British Bulldog Natürlich kommen auch klassische Pfadispiele im Abteilungslager nicht zu kurz. Das "British Bulldog" ist ein solcher Klassiker, welches wie "Schwarzer Mann" funktioniert, nur muss man 3 Sekunden aufgehebt werden, um gefangen zu werden.
Am Seil über den Fluss Auch angewandte Pfaditechnik darf in einem Sommerlager nicht fehlen. Die Lagerteilnehmer konnten auf einer Seilbrücke den Fluss überqueren.

Die Kinder der Pfadi Big Horn verbrachten ihr 10-tägiges Abteilungslager im Bünderland, wo sie den beiden berühmten Steinböcken Gian und Giachen sowie Schellenursli halfen, wieder mehr Touristen ins touristisch schlecht laufende Bündnerland zu locken.

Am Donnerstag, dem 11. Juli, trafen sich 31 motivierte Pfader und Pios in Baden am Bahnhof. Alle hatten eine Nachricht von Giachen erhalten, in welchem er um ihre Hilfe bittet, da sein Kollege Gian im Engadin entführt wurde. Die Pfadis reisten sofort ins Bündnerland nach Bergün. Ab dort mussten sie zu Fuss weitergehen, da alle Verkehrswege ins Engadin vom Graubünden Tourismus, wessen Leute potenzielle Entführer von Gian waren, überwacht wurden.

Unterwegs ins Engadin

Innerhalb von drei Tagen liefen die Pfader und Pios mit ihren Leitern über den Albulapass bis zum Lagerhaus in S-Chanf im Engadin. In der ersten Nacht wurde in Berliner-Zelten aus Blachen übernachtet, das zweite Mal in der Turnhalle in La Punt. Trotz einigen Regenschauern war die Anreise ein voller Erfolg und Gian konnte beim Metzger in La Punt gefunden und vor dem Schlachten gerettet werden.

Verstärkung naht

Nach diesen 3 anstrengenden Tagen luden die beiden Steinböcke die Pfadis ein, noch eine Woche in ihrer Heimat im Engadin zu bleiben, um ihnen zu helfen, den Büdner Tourismus, welcher momentan sehr schlecht läuft, zu retten. Als Verstärkung reisten die jüngeren Teilnehmer, die Wölfe, an. Diese versuchten mithilfe von Schellenursli ebenfalls, mehr Touristen ins Bündnerland zu locken. Die Wölfe suchten zuerst die Freundin von Schellenursli, Flurina, und holten später mit den beiden die Glocken für den Chalandamarz von der Alp.

Sabotage der Tiroler

Während die Wölfe mit Schellenursli und Flurina unterwegs waren, begannen die älteren Teilnehmer mit der ersten Massnahme, um den Tourismus wieder auf Vordermann zu bringen. Sie erweiterten während einem Foto-OL die Grenzen des Nationalparks. Bei der Crazy Challenge im Dorf trafen sie auf Anton aus Tirol, welcher die Hälfte des Nationalparks für die Tiroler Touristen beanspruchen wollte, jedoch lehnten die Steinböcke natürlich ab. In der Nacht mussten die Pfader dann einen Waldbrand löschen. Zwei Tage später gab es ein weiteres Problem: Die Seilbahn, welche das Essen ins Tal lieferte, wurde zerstört. Es war leicht zu erraten, dass Anton hinter all diesen Sabotagen steckte. Am Stazersee oberhalb Celerina konnte Anton schlussendlich aufgespürt und geschnappt werden.

Besuch der Bundesräte

In den letzten Tagen arbeiteten alle zusammen: Die Wölfli und Pfader veranstalteten einen modernen Chalandamarz mit Ballonen und Glocken im kleinen Dörfchen S-Chanf. Dazu wurde das traditionelle Schwingfest zu einem Grümpelturnier umfunktioniert, um den Wünschen der heutigen Touristen gerecht zu werden. Als Höhepunkt der Woche kamen am letzten Tag 4 Bundesräte zu Besuch, um sich ein Bild von der Arbeit der Pfadi Big Horn zu machen. Schlussendlich entschieden sie, den Bündner Tourismus zu subventionieren, da dank den Pfadis wieder Hoffnung bestand. Nach einer turbulenten und langen Rückreise mit dem Zug kamen alle übermüdet, aber mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck wieder in Baden an.

von Sarah Hitz v/o lubia

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