SLRG Baden-Brugg
SLRG Baden-Brugg nimmt an den Club-Weltmeisterschaften teil

Nathalie Zulauf
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Manuel Zöllig mit neuem Weltrekord Manuel Zöllig an der WM 2012 in Australien, wo er das zweite Mal Weltmeister im Line Throw wurde.
Benjamin Thomé "rettet" die Puppe Nach der Rollwende taucht Benjamin Thomé bis zur Puppe und schleppt diese ab.
Alwin Baumann und Benjamin Thomé an der Junioren-EM An den Junioren-EM in Schweden 2012 waren Alwin Baumann und Benjamin Thomé in der Disziplin Doppel-Board im Einsatz.
Karin Späti beim Abschleppen der Puppe Karin Späti beim Abschleppen der Puppe mit dem Tube.
Manuel Zöllig auf dem Surfski Manuel Zöllig auf dem Surfski – seiner Lieblingsdisziplin.

Am 22. November fliegen fünf Rettungsschwimmerinnen und –schwimmer der SLRG Sektion Baden-Brugg nach Adelaide, Australien. Dort nehmen sie an den Club-Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen teil

Die SLRG Baden-Brugg gehört schweizweit zu den stärksten Clubs im Rettungssport. An den Schweizermeisterschaften in den letzten Jahrzehnten gewannen die Athleten jedes Jahr Medaillen. Der Rettungssport in der Schweiz kann jedoch nicht mit jenem weltweit verglichen werden. Auch in der Schweiz werden internationale Disziplinen geschwommen, allerdings im stillen Fluss oder See. Die Wettkämpfe im Ausland finden im Meer statt und dieses Jahr geht es ins Heimatland des Rettungssports – nach Australien. Nach den Weltmeisterschaften der Nationen finden die Wettkämpfe der Junioren, Masters und Clubs statt.

Baden-Brugg mit erneutem Weltrekord an der WM?

In Australien treffen die Baden-Brugger auf Profi-Rettungsschwimmer. «Die erste Runde zu überstehen, ist jeweils das Ziel», erklärt Manuel Zöllig der Teamcaptain. Verstecken muss er sich nicht, denn 2010 und 2012 wurde er Weltmeister im «Line Throw». «Es lief wie am Schnürrchen», erinnert sich Manuel. «Im Final 2010 gewannen wir mit neuem Weltrekord!». Auch in Australien wird er wieder im «Line Throw» am Start sein, mit Teamkollege Benjamin Thomé. Für ihn ist es die zweite WM. «Ich freue mich auf die Board-Disziplinen im Meer», sagt Benjamin. Auf die rauen Wellen konnte er sich im Juni im Trainingslager in Lacanau/Frankreich vorbereiten. Hier erlebte auch Karin Späti erstmals die Vorbereitungen für die Weltmeisterschaften. Die ehemalige Schwimmerin trainierte früher mehrmals pro Woche. «Als Rettungsschwimmerin bin ich vielfältiger, die Technik und der Einsatz der Hilfsmittel ist essentiell. Geradeaus schwimmen, reicht nicht.» Im Rettungssport werden Hilfsmittel für den Ernstfall wie Flossen, Tube (Boje), Puppe, Bord und Ski eingesetzt. Diese Vielfältigkeit gefällt auch Alwin Baumann. Er startet im Beach Run über zwei Kilometer und im Beach Flag: «Da kämpfe ich um das letzte Stöckchen».

Unzählige Disziplinen im Pool und im Meer

Die Weltmeisterschaften im Rettungssport dauern eine Woche und bestehen aus Pool und Open Water Disziplinen. Gestartet wird Einzel und im Team. Medaillen gibt es für jede Disziplin und am Ende der Wettkämpfe werden die Einzel- und Teamdisziplinen der Herren und Damen für die Gesamtwertung der Mannschaft zusammen gerechnet. Dann werden die weltweit besten Clubs ausgezeichnet. Davon träumen die Baden-Brugger Rettungsschwimmer. Für sie zählt der Olympische Gedanke – mitmachen ist alles. Denn sie arbeiten zu 100 % oder Doktorieren. Trainiert wird abends und am Wochenende.

Nicht nur das eigene Training steht im Vordergrund sondern auch die Vorbereitung. So begleitet Benjamin Thomé die Schweizer Nationalmannschaft als Trainer nach Australien. «Ein Halbfinal sollte drin liegen», unterstreicht er die gute Vorbereitung. Davon träumt auch Manuel in seiner Lieblingsdisziplin «Ski Race», in der er 2014 CISM Weltmeister (Conseil International du Sport Militaire) wurde. «Ich habe nochmals alles auf diese Disziplin gesetzt. Meinen eigenen Surfski kann ich aber nicht nach Australien mitnehmen und miete einen vor Ort.» Das Highlight wird sicherlich SERC (Simulated Emergency Response Competition) sein, meint Nathalie Zulauf: «Innert zwei Minuten müssen wir eine gefährliche Situation mit mehreren ertrinkenden Personen im Pool sichern. Was uns erwartet, erfahren wir kurz vor dem Start.»

Mehr zu den Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen ist unter Lifesaving World Championships der International Life Saving Federation (ILS) zu finden.

Links

Weltmeisterschaften: http://www.lifesaving2018.com/

SLRG Baden-Brugg: https://www.slrg-baden-brugg.ch/