Blasorchester
Solistenkonzert der Jägermusik Wettingen

Blasorchester präsentierte brillantes Frühlingskonzert

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Unter der musikalischen Leitung von Albert Brunner und den Solisten hat das Blasorchester Wettingen ein anspruchvolles und abwechslungsreiches Solistenkonzert am vergangenen Samstag im Singsaal Margeläcker aufgeführt.

Dieses Konzert wurde mit der „Carnival Oventure" von Antonin Dvorak klangvoll und im angemessenen Tempo eröffnet. Der ausgebaute und Klangkörper war zeitweise eher zu stark in den Vordergrund im akustisch guten Konzertsaal getreten. Schnell haben sich die Musikanten auf diese Situation eingestellt und das ausgeglichene Klangvolumen kam gut zum Vorschein.

Brillante Trompetenklänge
Mit dem „Concerto per tromba in Fa" von Almicare Poncheielli brillierte Thomas Räber als bekannter und vielseitiger ausgewiesener Solotrompeter. Das 13 Minuten lange Konzertstück in 6 Themen forderten von Solist und Musikanten höchste Konzentration und Ausdauer die gemeinsam erfolgreich gemeistert wurden. Die schwierigen Übergänge und die diversen Kadenzen hat Thomas Räber mit Bravour und Brillanz vorgetragen und seine musikalische Kompetenz ein weiteres mal bewiesen. Das Zusammenspiel zwischen Solist und Orchester hat vorzüglich in abwechlungsreicher Reihenfolge stattgefunden. Die musikalische Laufbahn hat Thomas Räber bei Fridolin Frei in Wettingen und Corrado Bossard am Konservatorium Zürich absolviert. 1992 feierte er den 1. Preis am schweizerischen Solistenwettbewerb in Interlaken.

Verzaubernde Harfenstimmung
Patricia Meier vermochte mit Ihrem Instrument, der Harfe und dem Solostück
„The Minstresl's Adieu to his native Land" von John Thomas die Zuhörer zu verzaubern. Im absolut stillen Konzertsaal erklangen die feinen Töne der Harfe in perfekter Form und haben eine ganz spezielle Atmosphäre bewirkt. Im 6. Lebensjahr hat Patricia begonnen Klavier zu spielen und ab Ihrem 13. Lebensjahr spielt sie Konzertharfe in verschiedenen Symphonischen- und Blasorchester.

Beindruckende Klarinettentöne
Das „Clarinet Concerto" von Philip Sparke wurde von Roland Käppeli gekonnt und hervorragend präsentiert, er hat alles Machbare auf seinem Instrument gezeigt. Der rasante erste Teil war mit spannenden Tonsprünge bespickt die er gekonnt präsentierte, für das Orchester war hier die Herausforderung eine zurückhaltende Begleitung zu bieten was nicht immer gelang. Im zweiten Teil kam der ganze Klarinettenklang voll zur Geltung der sich vom starken Forte bis zum Klappengeräusch-Piano erstreckte. Das Zwiegespräch zwischen Fagott und Klarinette zeigte ein perfektes Zusammenspiel. Der letzte Teil wurde sehr virtuos und spannungsvoll von Roland gestaltet im Jazzstil und hat sein grosses Können zum Vorschein gebracht. Roland Käppeli ist in Wettingen aufgewachsen und wohnhaft. Er unterrichtet die Klarinettenschüler in der Jugendmusik Wettingen und ist musikalischer Leiter vom Klarinettenchor Wettingen und Mitglied vom bekannten Klarinettenensemble Black Roots.

Erstaundliches Marimba
Die gebürtige Japanerin und in Wettingen wohnhafte Junko Rusche vermochte auf dem Marimba die Konzertbesucher mit ihrem musikalischen Können restlos zu überzeugen. Das dreiteilige Musikstück „Concertino for Marimba and Winds" präsentierte die ganze Bandbreite von diesem weich klingenden Holzschlaginstrument. Der erste langsame Teil wurde in gewohnter und bekannter Art vorgetragen, der Mittelteil mit Galopp-Charakter erklang sehr leicht und luftig und das Orchester bot eine ausgezeichnete Unterlage, der dritte Teil mit Rock'n Roll Rhythmus veranlasste die Konzertbesucher zu tosendem Applaus. Als Zugabe erklang „Rote lybelle" ein japanisches Volkslied.

Mit „Il briccone" dem eleganten Konzertmarsch von Thomas Doss hat das Blasorchester der Jägermusik Wettingen den offiziellen Konzertteil abgeschlossen. Die Blechbläser wurden nochmals gefordert mit tragenden Passagen und diese wurden dann durch kammermusikalische Partien abgelöst wo Oboe und Klarinetten gefragt waren. Die Musikanten verstanden es überzeugend dieses Wechselspiel in Dynamik und Artikulation zu präsentieren. Dem anhaltenden Applaus der Konzertbesucher wurde das Blasorchester Wettingen mit der Zugabe
„La priere du tambour" von Silvano Fasolis gerecht. Diese Zugabe begann mit dem Flötenregister und wurde nach und nach mit allen Registern ergänzt bis der komplette Klangkörper in seiner ganzen Fülle nochmals zu bestaunen war. Mit einer weiteren Zugabe verabschiedete das Orchester dann endgültig von den treuen Konzertbesuchern. Die musikalischen Höhepunkte der Solisten und die einfügsame Begleitung vom Orchester haben den Konzertbesuchern eine bleibende musikalische Erinnerung auf den Weg mitgegeben. (bbü)