1. Liga
Trotz starkem letztem Spiel: Die Saison für die Argovia Stars ist vorbei

Nach der unglücklichen Vorgeschichte um die Forfaitniederlage und den Wegfall des Stammtorhüters, ging es für die Argovia Stars gestern Donnerstag auf der KEBA darum, nach der klaren Niederlage vom Dienstag in Zuchwil die letzte Chance zu packen, in der Playoff-Halbfinalserie durch einen Sieg den Anschluss zu schaffen. 173 Zuschauer kamen, um bei dieser schwierigen Mission dabei zu sein.

Clive Welter
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Pascal Wittwers zwei Tore reichten leider nicht, um das Saisonende hinauszuzögern

Pascal Wittwers zwei Tore reichten leider nicht, um das Saisonende hinauszuzögern

Zur Verfügung gestellt

Nach der unglücklichen Vorgeschichte um die Forfaitniederlage und den Wegfall des Stammtorhüters, ging es für die Argovia Stars gestern Donnerstag auf der KEBA darum, nach der klaren Niederlage vom Dienstag in Zuchwil die letzte Chance zu packen, in der Playoff-Halbfinalserie durch einen Sieg den Anschluss zu schaffen. 173 Zuschauer kamen, um bei dieser schwierigen Mission dabei zu sein.

Attraktives Startdrittel

Das Spiel am ersten März begann ganz anders, als noch am vergangenen Dienstag. Die Argovia Stars waren von Anfang an konzentriert und voll bei der Sache. Beide Mannschaften versuchten, viel Druck zu machen, wodurch sich ein kurzweiliges Spiel entwickelte. In der vierten Minute konnte das Heimteam verdient in Führung gehen. Wittwer war auf Pässe von Simmen und Scherwey erfolgreich. Das Spiel ging ausgeglichen weiter, bis den Gästen aus dem Solothurn in der zehnten Minute der Ausgleich gelang.

Als in der zwölften Minute eine Strafe gegen die Aarestädter gepfiffen wurde, hatte man schon Angst, das Spiel würde zugunsten der Zuchwiler kippen. Diese Bedenken waren jedoch unbegründet, da Wittwer das Kunststück gelang, in der 13. Minute in Unterzahl den erneuten Führungstreffer zu buchen. Kurz vor Ablauf der nächsten Strafe gegen die Argovia Stars, in der 16. Minute, fiel jedoch bereits wieder der Ausgleich zum 2:2, welches Resultat bis zur Drittelspause Bestand hatte.

Starke Gegenwehr im Mitteldrittel

Im zweiten Abschnitt hatten die Solothurner mehr vom Spiel. Die Aargauer wehrten sich jedoch nach Kräften und zeigten viel Charakter und Leidenschaft. Die Spieler warfen sich in die Schüsse, der stark aufspielende Torhüter Ramon Hüsser, der am Ende verdient zum besten Spieler seiner Mannschaft gewählt wurde, vereitelte zahlreiche Möglichkeiten der Solothurner. So blieb es beim 2:2 nach einem Drittel, in dem nicht nur kein Tor fiel, sondern auch keine Strafen ausgesprochen wurden.

Späte Entscheidung im Schlussdrittel

Das dritte Drittel begann mit Vorsicht auf beiden Seiten. Keiner wollte den Fehler begehen, der dem Gegner den vielleicht vorentscheidenden Führungstreffer ermöglichen würde. In der 50. Minute gelang den Zuchwilern dieses ominöse Tor dennoch. In der Folge warfen die Stars erneut alles in die Waagschale und versuchten mit allen Mitteln den Ausgleich zu erzielen.

Die Schiedsrichter, die an diesem Abend nicht immer glücklich operierten, vergaben ab der 54. Minute gleich mehrere Strafen gegen die Aargauer, nachdem in mehreren klaren Situationen gegen die Gäste keine solchen ausgesprochen worden waren. Dies führte dazu, dass dem EHC Zuchwil Regio in der 58. Minute bei doppelter Überzahl der entscheidende Treffer zum wohl verdienten 2:4 Endresultat gelang, wodurch das Saisonende für die enttäuschten Argovia Stars besiegelt wurde.

Starke Saison für die Argovia Stars

Hätte jemand zu Beginn der Spielzeit darauf gewettet, dass sich die junge Mannschaft der Argovia Stars in der Saison 2017/2018 direkt für die Halbfinals der Playoffs qualifizieren würde, hätte er wohl einigen Gewinn machen können. Trotz des Wehrmutstropfens der Forfaitniederlage im ersten Spiel der Serie mit den bekannten Folgen und der Ungewissheit, wie die Playoffs sonst weiter gegangen wären, kann ein durchwegs positives Fazit gezogen werden. Die sehr junge Mannschaft, die mehrheitlich mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs besetzt ist, hat sich weiter erfreulich entwickelt.

Die Mischung aus erfahrenen Führungsspielern und jungen aufstrebenden Talenten stimmt. Dass die Stimmung im Team gut ist, wurde durch den starken Charakter, der in den Playoffs gezeigt wurde, deutlich. Dem Trainerduo Wittwer und Wehrli, dem ganzen Betreuerstab und der Mannschaft kann nur gratuliert werden und man kann freudig darauf gespannt sein, wie die Entwicklung in der kommenden Saison 2018/2019 weiter gehen wird.