Burgergemeinde Schoren
Bauprojekt Garage Gautschi beschert Schoren Geldsegen

Die Versammlung genehmigte den Baurechtsvertrag mit der Garage Gautschi AG für ein Grundstück im Oberhard. In den nächsten 50 Jahren spült das Projekt viel Geld in die Gemeindekasse.

hans mathys
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Die Garage Gautschi erweitert ihren Betrieb auf dem Land der Burgergemeinde Schoren im Oberhard. hml

Die Garage Gautschi erweitert ihren Betrieb auf dem Land der Burgergemeinde Schoren im Oberhard. hml

Solothurner Zeitung

Die ausserordentliche Versammlung der Burgergemeinde Schoren vom Montagabend war historisch. Das einstimmige Ja der 15 erschienenen Burger zum Baurechtsvertrag mit der Garage Gautschi AG spült den Schoren-Burgern in den nächsten 50 Jahren «erhebliche» Baurechtszinsen in die Kasse. Es geht um die total 13331 Quadratmeter Land im Oberhard. Das Grundstück ist begrenzt durch die Bahn 2000, die Zürich-Bern-Strasse, die Anderegg-Baumschule und den Parkplatz für die Lastwagen der Glas Trösch AG.

Paul Lappert, Präsident der Burgergemeinde Schoren, sprach bei der Vorstellung des Geschäftes von einem «langen Weg, der nach über neunjähriger, teils aufreibender Arbeit mit den Behörden und Ämtern» für die Burgergemeinde und die Garage Gautschi AG zum Ziel geführt habe. Bis am 7. März Andreas Gautschi (Gautschi AG), Paul Lappert und Hanspeter Meyer (Burgergemeinde Schoren) sowie Notar Thomas Schwarz ihre Unterschriften unter den Baurechtsvertrag setzten konnten, seien viele Vorarbeiten nötig gewesen.

Lappert verwies auf die Erschliessungsstudie, die Zonenplanänderung, diverse Vorprüfungen, den Abschluss von Vorvertrag, Infrastruktur- und Erschliessungsvertrag mit unzähligen Sitzungen und Verhandlungen. Für die Burgergemeinde Schoren sei es das erste Mal, dass sie Land im Baurecht abgebe, sagte Lappert. Bisher sei zwar schon mehrmals Burgerland verkauft worden, aber jeweils an Burger von Schoren.

Mehr Handlungsspielraum

Mit dem Baurechtsvertrag räumt die Burgergemeinde Schoren als Landbesitzerin der Garage Gautschi das Recht ein, im Rahmen der Bau- und Zonenvorschriften sowie der übrigen gesetzlichen Schranken beliebige Bauten und Anlagen unter oder über der Erdoberfläche zu erstellen. Vorgesehen ist, dass die Bauberechtigte Gautschi AG ein Gebäude für einen Garagenbetrieb sowie Parkplätze erstellt. Die neu erstellte Waschanlage ist bereits in Betrieb (wir berichteten).

Über die Höhe der Baurechtszinsen vereinbarten beide Seiten stillschweigen. Lappert freute sich jedoch, dass für die Burgergemeinde Schoren dank der bis 2061 fliessenden jährlichen Einnahmen nun viel mehr Handlungsspielraum bestehe. So zahle sie von 2011 bis 2015 jährlich 20000 Franken für die Renovation des Schorenweihers. Auch Waldwege könnten künftig saniert werden, ohne gleich in Finanznöte zu geraten.

Werkhof soll vergrössert werden

Erfreuliches berichtete auch Hanspeter Meyer (Ressort Liegenschaften): «Noch Ende des vergangenen Jahres verfügten wir über Informationen, wonach an eine Erweiterung unseres Werkhofes nicht zu denken ist. Aus heutiger Sicht und einigen Vorabklärungen hat sich nun die Situation geändert.» Auf der Waldseite sei ein Anbau von etwa 24 Quadratmetern an den aus allen Nähten platzenden Werkhof möglich.

Die Kosten bezifferte Meyer auf 64674 Franken, weshalb man der ordentlichen Burgerversammlung vom 13. Mai einen Kredit von 70000 Franken beantrage. Die Versammelten gedachten zudem des im Januar verstorbenen Alfred Ruckstuhl, der sich vor Jahren als Kassier und Burgerschreiber engagiert hatte. Die Zahl der stimmberechtigten Schoren-Burger fiel damit auf 79.

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