Basler Fasnacht
«Das isch ändligg mol e Laischtig vo de Zürcher wo d'kasch loobe»

Ob Christoph Mörgeli, der entflohene Affe Kelso oder der FCZ: Wie jedes Jahr nehmen die Schnitzelbänke an der Basler Fasnacht Zürich und seine Bewohnerinnen und Bewohner auf die Schippe. Hier ein Auszug aus den besten Verse:

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Die Schnitzelbänke sind eines der Highlights an der Basler Fasnacht (Bild: Hanslimaa; Basler Fasnacht 2012)

Die Schnitzelbänke sind eines der Highlights an der Basler Fasnacht (Bild: Hanslimaa; Basler Fasnacht 2012)

Nars Kenneth

Ein Thema war der unfreiwillige Abgang Christoph Mörgelis vom Medizinhistorischen Institut der Uni Zürich:

Die hänn in Ziiri oobe scho no groossi Sörgeli.
Ihr ahned sicher was jetz kunnt - mit em Herr Mörgeli.
Dä Herr Profässer isch doch wirgglig nid ganz bache.
Drum hänn mir gsait mir wänn kai Värs do driiber mache.
(Gasladärne)
*
An dr Züürcher Uni duet sich dr Mörgeli bewäärbe
Är kennt die Uni guet und könnt logger Räggder wäärde.
Näb de Stärggene kenni är - und das isch ussergwöönlig -
vo däären Uni d Schwachstell persöönlig.
(die Haiggle)
*
Ein anderer prominenter Zürcher einer verwandten Gattung war der Affe Kelso, dem die Flucht aus dem Zoo gelungen war:

Im Zolli vo Ziiri isch en Aff verschwunde.
Me het schyyns das Dier bis hit nit gfunde.
Ich mach mer folgende Ryym do druff:
In Ziiri fallt e n Aff nit uff.
(Bildsteerig)
*
Und der Fussball, der darf in Basel auch nicht fehlen:
Bim Bürkliplatz e Fraidefyyr
d Rageete styygen uff!
Sie danze uff dr Bahnhofstrooss,
ganz Ziri liggt im Suff!
Sie fyyre und Champagner glepft,
die Stadt stoht Kopf komplett,
Well nämmlig grad dr FCZ
Platz nyyn im Strichkampf gwunne het!
(d Striggede)
*
Anderes Thema: Der Ticketautomat für Strassenprostituierte...

E Frau muess hit in Ziiri - wenn sie wott spaziere goo,
bsunders wenn sie s Trottoir bruucht - e Ticket uuseloo.
Und uff däm Ticket hindedruff stoht: Basse Sie joo uff,
bi Stroosse mit vyyl Stoossverkeer - gits no glyy e Buff!
(die Blauäugige)
*
Fasziniert war man in Basel offenbar auch von der Gebäudeverschiebung am Bahnhof Oerlikon (allerdings wurde das Haus nach Westen versetzt, nicht nach Osten):

Dä Summer het me z'Oerlikon e Huus nach Oschte gschoobe
Das isch ändligg mol e Laischtig vo de Zürcher wo d'kasch loobe
Jetz wo sie Iebig hän, do kennte sie - mir wurde das sehr schetze
S'neggscht Mool die ganzi Stadt grad bis noch Eeschtryych wäg versetze
(die Gsalzene)
*
Und ein Thema verbindet die beiden Städte sogar:

My Hemmli kunnt us Bangladesch, uss Ängland schlächte Wyy,
und s billigscht Händy fiere sy diräggt us Taiwan yy.
Ass jeede Ramsch vo usswäärts kunnt, das macht my nimm verruggt.
Denn schliesslig wird au d Basler Zytig jetz in Ziiri druggt.
(Schnaabelwetzer)

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