Oberbipp
Die SP unterstützt SVP-Mann André Uebelhart

Am 13. Februar finden die Ersatzwahlen für den Gemeinderat statt. Für die Sozialdemokraten ist SVP-Präsident André Uebelhart der Richtige.

johannes reichen
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André uebelhart Will für die SVP in den Rat. André Uebelhart kann auf sozialdemokratische Hilfe zählen. zvg

André uebelhart Will für die SVP in den Rat. André Uebelhart kann auf sozialdemokratische Hilfe zählen. zvg

Solothurner Zeitung

André Uebelhart ist Präsident der SVP Oberbipp. Er hat im vergangenen August bei den Ersatzwahlen für den Gemeinderat den Sprung in den Rat knapp verpasst und sich doch gefreut für seinen Nachbarn und Neo-Parteikollegen Daniel Wagner, der mit Beat Zurbuchen in den Rat eingezogen war.

Uebelhart musste dann aber bald Kenntnis nehmen vom Rücktritt Wagners. An der Gemeindeversammlung vom 29. November gab Gemeindepräsident Kurt Zobrist die Demission Wagners offiziell bekannt. Jetzt könnte Uebelharts Stunde schlagen. Am 13. Februar finden wieder einmal Ersatzwahlen statt. Wieder gibt es offene Wahlen, alle Stimmberechtigten können gewählt werden. Vorgedruckte Wahlzettel gibt es nicht, nur Vorschläge können gemacht werden.

Mit SVP geeinigt

Angesprochen auf das Verhalten seiner Partei, hielt sich Uebelhart gestern bedeckt – und bezüglich seiner Person vornehm zurück. «Wir wollen wieder auf allen Seiten das Gespräch suchen», sagte der SVP-Präsident auf Anfrage. «Es wäre noch verfrüht, über Namen zu reden.»

Diese Sache übernahm dafür SP-Präsident Beat Zurbuchen. Seit August 2010 ist auch er Gemeinderat, und wenn es nach ihm und seiner Partei geht, ist bereits klar, wie der neue Gemeinderat heissen sollte. «Wir werden keinen eigenen Kandidaten bringen», sagte Zurbuchen, «wir werden André Uebelhart zur Wahl vorschlagen.» Darauf habe man sich mit der SVP geeinigt.

«Damit gehen wir neue Wege», sagte er lachend, aber er ist überzeugt, dass sie richtig sind. Eine nachhaltige Lösung sei jetzt wichtig, «und wir wollen nicht, dass wieder ein Wahlkampf losgetreten wird.» Im Gemeinderat sei das Team wichtig, und die «logische Schlussfolgerung» der SP lautet, dass der neue Mann eben Uebelhart heissen sollte.

Und die FDP? Sie hatte die zwei Gemeinderatssitze nach den Rücktritten im Sommer preisgegeben. «Wir haben uns schwer Gedanken gemacht», sagt Präsident Walter Ischi. Zu einem Schluss sei die Partei aber noch nicht gekommen. Er erinnerte gestern aber an die frühere Absicht, erst in der nächsten Legislatur wieder mittun zu wollen.

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