Stadtjubiläum
Die Wuhrplatz-Eröffnung und 1150 Jahre Langenthal

Ursprung der Feierlichkeiten, die sich über das ganze Jahr hinwegzogen, ist eine Urkunde aus dem Jahr 861. Diese ist in der Stiftsbibliothek St.Gallen gelagert und dokumentiert, dass Langenthal 861 erstmals erwähnt wurde. Für die Stadt Grund genug, ein Jahr lang «1150 Jahre Langenthal» zu feiern.

Tobias Granwehr
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Ein Ort der Begegnung: Der neue Wuhrplatz.hansjörg sahli

Ein Ort der Begegnung: Der neue Wuhrplatz.hansjörg sahli

Ein Organisationsteam um Stadtrat Markus Bösiger entschied sich, im Jubiläumsjahr 2011 fünf Hauptanlässe und verschiedene Parallelanlässe zu organisieren.

«Begeistern»

Der erste Hauptanlass am 1. Januar 2011 hiess «Begeistern». Mit zwei Anlässen sollte die Langenthaler Bevölkerung für das Jubeljahr begeistert werden. Der Erste war eine interreligiöse Feier mit etwa 300 Besuchern der unterschiedlichsten religiösen Gruppierungen. Am 9. Januar folgte eine multikulturelle Begegnung im Stadttheater: Vor ausverkauftem Haus präsentierten sich in einer zweistündigen Matinée Vereine und kulturelle Organisationen aus Langenthal.

Weiter ging es im Frühling mit «langenthal.bewegt». Der Anlass wurde von den Langenthalern nicht neu erfunden, sondern ist eine seit einigen Jahren institutionalisierte, nationale Bewegungsaktion. Unter dem Titel «Bewegen» passte diese Aktion jedoch wunderbar ins Jubiläumsjahr und wurde deshalb für einmal etwas grösser und kostspieliger aufgezogen. Insgesamt 5076 registrierte Personen sammelten während dreier Tage bei «langenthal.bewegt» 264000 Bewegungsminuten.

Daumen hoch für den See in der Marktgasse.bar

Daumen hoch für den See in der Marktgasse.bar

Damit gewann Langenthal das vereinbarte Gemeinde-Duell, das ein Teil der nationalen Bewegungsaktion ist, gegen Grenchen deutlich. Eine besondere Geste leistete beim Anlass «Bewegen» auch Bundesrat Johann Schneider-Ammann: Der frühere Orientierungsläufer eröffnete im «Schuelwald» das erste fixe Langenthaler OL-Postennetz. Es sollte als nachhaltiges Projekt aus dem Jubiläumsjahr hervorgehen.

Endlich war er da: Der neue Platz

Der längste Anlass «Beleben» fand schliesslich Ende Juni/Anfang Juli in der Marktgasse statt. An zwei Wochenenden und während der ganzen Woche dazwischen wurde das Stadtzentrum mit einem künstlichen See vor dem Choufhüsi und zahlreichen Aktivitäten belebt. Auf der Seebühne traten zahlreiche Bands, Gruppen und Schulklassen auf, rund um den künstlichen See standen Bars und die Leute waren eingeladen, sich zu unterhalten.

Unter anderem wurde die Stadtmusik Langenthal am See nach der Heimkehr vom Eidgenössischen Musikfest gefeiert. Am zweiten Samstag wurde die Auferstehung des Langenthaler Kinderfestes mit einem grossen Umzug zelebriert. Gestaltet wurde der Umzug von etwa 2000 Langenthaler Schülerinnen und Schülern sowie Kindergärtlern.

«Begegnen»

Der Höhepunkt des Jubiläumsjahres ereignete sich schliesslich im September: Nach vielen Debatten, Aktionen, politischen Kämpfen und Abstimmungen sowie jahrelangem Warten wurde der neu gestaltete Wuhrplatz eingeweiht. Der Regierungsrat und ehemalige Langenthaler Stadtpräsident Hans-Jürg Käser hatte zusammen mit dem aktuellen Stapi Thomas Rufener die Ehre, den umgebauten Wuhrplatz zu eröffnen. Eine ganze Woche lang feierte die Bevölkerung unter dem Motto «Begegnen» ihren neuen, fast vier Millionen Franken teuren Platz.

Als letzter Akt von 1150 Jahre Langenthal präsentierten sich unter dem Titel «Bilden» während zweier Tage die im Bildungszentrum Langenthal zusammengefassten Institutionen der Öffentlichkeit. Dazu gehören: das Gymnasium Oberaargau, die Berufsfachschule Langenthal, die Kaufmännische Berufsschule Langenthal und das Berufsinformationszentrum.

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