Abstimmung
E-Voting für Auslandberner: Behörden zufrieden mit erstem Test

Der erste Test mit E-Voting im Kanton Bern ist laut Staatskanzlei reibungslos verlaufen. Die rund 3100 Auslandberner, die im Stimmregister von Bern, Biel, Bolligen, Langenthal oder Muri eingetragen sind, konnten ihre Stimme per Internet abgeben.

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E-Voting: Erfolgreicher Testgalopp im Katon Bern

E-Voting: Erfolgreicher Testgalopp im Katon Bern

Keystone

Die Erfahrungen mit den fünf Pilotgemeinden sollen nun vertieft ausgewertet werden, wie Vize-Staatsschreiberin Christiane Aeschmann am Sonntag vor den Medien im Berner Rathaus sagte. Ein zweiter Pilotversuch mit 25 Gemeinden ist im Februar 2012 geplant.

Die Stimmen aus dem Ausland wurden in den fünf Testgemeinden zu 61,9 Prozent elektronisch übermittelt, wie Aeschmann sagte. 492 von 795 Abstimmenden hätten den Weg übers Internet gewählt. Die Reaktionen seien generell sehr positiv gewesen.

Mittelfristig 12000 Online-Voter

Mittelfristig sollen alle rund 12'000 Auslandberner ihre Stimme per E-Voting abgeben können. Der Grosse Rat hat die Rechtsgrundlage dafür bereits vor zwei Jahren geschaffen. Für die Einführung in allen Gemeinden wird aber ein weiterer Parlamentsbeschluss benötigt. Der Entscheid fällt voraussichtlich im Juni.

Der Kanton Bern verwendet das E-Voting-System des Kantons Genf, das seit 2003 im Einsatz steht.

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