Bier
In Uster gärt bald wieder regionaler Gerstensaft

33 Jahre nach der Schliessung der Brauerei Uster wird auf deren Areal ein neues Kapitel der Bierbrau-Geschichte aufgeschlagen: Ab März braut die Braukultur AG in neuen Produktionsräumen Usterbräu Original, Oberländerbräu und Goldküstenbräu.

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Ein kühles Bier beim Après-Ski (Archiv)

Ein kühles Bier beim Après-Ski (Archiv)

Keystone

Gebraut und abgefüllt werden die bereits im Handel erhältlichen Biere künftig mit modernsten Anlagen in einem neu erbauten Gebäudetrakt auf einer Fläche von 185 Quadratmetern. Bisher wurden die regionalen Biere nach den Braukultur-Rezepten in einer Lohnbrauerei produziert.

Gären und reifen wird der Ustermer Gerstensaft im nahe gelegenen Felsenkeller, der 1934 erstellt und in den vergangenen Monaten umfassend renoviert wurde, wie die Braukultur am Dienstag mitteilte.

Anpassungen waren auch im Produktionsraum notwendig. So muss sämtliches Abwasser, das beim Brauen anfällt, gesammelt und anschliessend neutralisiert werden, bevor es in die Kanalisation geleitet wird.

Allein die Erfüllung der behördlichen Auflagen habe «Kosten im hohen fünfstelligen Bereich» verursacht, heisst es in der Mitteilung. Bis Ende Februar wird nun noch eine neue Abfüllanlage installiert.

Geht alles nach Plan, wird Anfang März der erste Sud gebraut. Nach einer Reifephase von 4 bis 6 Wochen könne dann im April das erste eigene Bier abgefüllt werden, schreibt die Braukultur.

Lange Biertradition

Auf dem Areal der ehemaligen Brauerei Uster hat Johann Georg Stahel 1858 erstmals Bier gebraut. 1887 übernahmen die Gebrüder Bartenstein dessen Brauerei. Zehn Jahre später, im Jahre 1897, erhielt die Brauerei durch einen kompletten Umbau ihr heutiges Aussehen.

Nach knapp über 80 Jahren und drei Generationen wurde die Brauerei Uster 1978 durch die Brauerei Hürlimann übernommen und kurze Zeit später geschlossen. Das Sudhaus, der Maschinenraum, das Malzsilo und die beiden Backsteingebäude stehen heute unter Denkmalschutz.

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