Eggenwil
Ja zum Hochwasserschutz

Es war letztlich eine recht klare Angelegenheit, wenn auch keine glasklare: 215 Dorfbewohner befürworteten das Hochwasserschutzvorhaben «Offenlegung und Renaturierung Ibisguetbach», 159 Dorfbewohner lehnten das Projekt ab.

Lukas Schumacher
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Aargauer Zeitung

Mit 61 Prozent fiel die Stimmbeteiligung erwartungsgemäss hoch aus. Von den
377 eingelegten Abstimmungszetteln waren 374 gültig; 3 Zettel waren leer und keiner ungültig.

«Grosse Erleichterung»

«Endlich haben wird dieses für unsere Gemeinde wichtige Werk politisch durchgebracht», sagte der zuständige Gemeinderat Roger Hausherr, «entsprechend gross ist die Erleichterung.» Das Abstimmungsergebnis zeige, dass die sachlichen, vernünftigen Ja-Argumente gegriffen hätten. Nun besitze der Gemeinderat eine gewisse Planungssicherheit. Das Referendumskomitee, das die Vorlage vehement bekämpfte, sei nicht immer fair zu Werke gegangen. «Aber das ist Schnee von gestern, jetzt stehen Feinplanung und Umsetzung des Vorhabens an. Selbstverständlich bleibt die Türe zu allen Grundeigentümern offen», betonte Roger Hausherr.

Gesamtkosten: 2,15 Mio. Franken

Die Gesamtkosten des Hochwasserschutzprojekts belaufen sich auf 2,15 Millionen Eggenwil Franken, wobei die Gemeinde Eggenwil 610000 Franken zahlen muss. Bund und Kanton Aargau übernehmen die Restfinanzierung von rund 1,54 Millionen Franken. Teil des Vorhabens wird die Behebung aller Schutzdefizite gemäss der kantonalen Hochwassergefahrenkarte sein: Beim Durchlass des Junebachs vor der Liegenschaft Buechstrasse1 ein Grobrechen montiert. Bei der Brücke Unterdorfstrasse wird die Sohle des Junebachs auf einem 30 Meter langen Bachabschnitt ungefähr 85 Zentimeter
abgesenkt. Zudem ist geplant, den bergseitigen Durchlass des Kreuzweidbachs im Weiler Hofor zu vergrössern.

Hauptelement des Hochwasserschutzes im Reusstaldorf Eggenwil ist die Offenlegung des Ibisguetbachs bis zum Landwirtschaftsbetrieb Hartmann. Danach wird der Bach eingedolt und in den Junebach geleitet.

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