SC Langenthal
Regierungsrat Käser gratuliert «seinem» SC Langenthal per Brief

Der SC Langenthal ist NLB-Meister. Wie kommentieren Promis und die Kantonspolitiker in Bern den unerwarteten Erfolg des SC Langenthal? Das Langenthaler Tagblatt hat genau hingehört und die Reaktionen zum Meistertitel des SCL gesammelt.

Samuel Thomi
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Berns „Sportminister“ Hans-Jürg Käser freut sich mit dem SCL, den er einst präsidierte.

Berns „Sportminister“ Hans-Jürg Käser freut sich mit dem SCL, den er einst präsidierte.

sat

«Als Bernerinnen und Berner freut es uns natürlich besonders, dass der SC Langenthal Nationalliga-B-Meister wurde und der SC Bern den Einzug in den A-Final geschafft hat», kommentierte Grossratspräsident Beat Giauque (FDP/Ittigen) gestern im Rathaus in Bern. Für die Gratulation des formell «Höchsten Berners» gabs von den Grossratsmitgliedern Applaus.

Ein feiernder Stadtpräsident

Noch heiser vom Feiern wurde auch Stadtpräsident Thomas Rufener gestern im Kantonsparlament von überall beglückwünscht. «Irgendwann am morgen früh» sei er nach der Freinacht ins Bett gekommen. «Nur drei Minuten zu spät» sei er gestern dann um 8 Uhr jedoch bereits wieder an einer Sitzung in Bern gewesen, so der SVP-Grossrat.

«Das Spiel war ein Super-Erlebnis.» Die Stimmung im «Hexenkessel Schoren» sei gewesen wie noch nie. «Bei allen Nachteilen, die dieses Stadion hat, können die Emotionen dort dafür auch ausgelebt werden wie kaum woanders.» Selbstverständlich werde er sein Möglichstes tun, um als Stadt dem SCL die nötigen Rahmenbedingungen zu bieten. So habe er denn auch bereits an den Gesprächen mit der Liga um die Zulassung zu den Aufstiegsspielen teilgenommen. «Doch jetzt zählt zuerst wieder der Sport», sagte der Stapi mit Blick auf die nächste Woche beginnenden Matches gegen den HC Ambri-Piotta.

Regierungsrat schreibt Gratulationsbrief

Als früherer SCL-Präsident und heutiger bernischer «Sportminister» zeigte sich am Morgen danach auch der Langenthaler Regierungsrat Hans-Jürg Käser «begeistert über den riesigen Erfolg». Der SCL habe einmal mehr bewiesen: «Auch ein kleiner Verein kann Grosses schaffen, wenn der Club gut und mit Herzblut geführt wird.» Am Match selber habe er wegen Verpflichtungen leider nicht teilnehmen können, so Käser. Noch gestern Vormittag schrieb Polizei- und Militärdirektor Käser dem Verein allerdings einen Brief und gratulierte darin auch offiziell.

Weil er die gestrige Grossrats-Sitzung vorbereiten musste, verpasste auch Dieter Widmer den Match am Dienstagabend. «Auf www.langenthalertagblat.ch sah ich im Live-Ticker aber rasch, dass es eine klare Sache wird», so der BDP-Grossrat aus Wanzwil. «Dieser Meistertitel ist natürlich ein einmaliges Ereignis für den Oberaargau.» Neben der Grossratssession hat auch Parteikollegin Monika Gygax (Obersteckholz) vom Match mitbekommen. «An einem früheren Match war ich selber dabei, gestern mussten mir allerdings meine Jungs davon erzählen.» Ähnlich erging es Katrin Zumstein (FDP/Bützberg) «Ein solcher Erfolg ist immer auch eine Motivation für die Jungen.

«Langenthaler sind die Besten»

Und in der Jugendabteilung tut der SCL ja bereits sehr viel.» Freude über den B-Meistertitel herrscht auch im oberen Langetental: «Via Facebook war ich immer auf dem Laufenden», sagt SP-Grossrat Adrian Wüthrich. «Nun hoffe ich aber, dass in Langenthal nicht das Gleiche passiert wie in Huttwil: Die Meisterfeier in der 1. Liga war leider auch der letzte Anlass der Falcons», schreibt der Huttwiler Gemeinderat mit einem Augenzwinkern.

Anders Daniel Steiner: Statt auf die Abendsession setzte der EVP-Grossrat am Dienstag für einmal auf den SCL-Meister-Match: «Dieser Sieg ist genial», kommentiert er. Er sei zwar kein regelmässiger Match-Gänger: «Für einmal sind wir Langenthaler nun aber nicht Durchschnitt, sondern die Besten.» In den Medien komme die Stadt oft genug schlecht weg.

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