Internationaler Tag der Menschenrechte
UNICEF-Menschenkette als Zeichen für die Rechte der Kinder

Mit je einer Menschenkette hat UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, am Mittwochmittag in Zürich und Genf die konsequente Umsetzung der Kinderrechte gefordert. Daran beteiligten sich einige hundert Personen.

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Menschenkette in Zürich am Internationalen Tag der Menschenrechte. Einige hundert Personen nahmen teil.

Menschenkette in Zürich am Internationalen Tag der Menschenrechte. Einige hundert Personen nahmen teil.

unicef.ch

Seit dem Inkrafttreten der UN-Kinderrechtskonvention im Jahr 1989 seien viele Fortschritte erzielt worden. Auch 25 Jahre später würden aber immer noch Millionen von Kindern grundlegende Rechte wie Bildung, Gesundheit und Schutz verweigert. Dies dürfe nicht sein, schreibt UNICEF Schweiz in einer Mitteilung.

Das Kinderhilfswerk schätzt, dass weltweit täglich gegen 18'000 Kinder unter fünf Jahren sterben, obschon dies vermeidbar wäre. Dazu kommen 230 Millionen Kinder ohne Papiere. Diese Kinder seien häufiger Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch ausgesetzt als jene mit Geburtsschein. Ferner müssten etwa 144 Millionen Kinder zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten.

10 Minuten lang Hände halten

Um 12.30 Uhr war es soweit und alle Beteiligten gaben sich nach einem Startpfiff 10 Minuten lang die Hände. Die Kinderrechte wurden so ins Zentrum der Öffentlichkeit gerückt.

Mit dieser Aktion auf der Zürcher Münsterbrücke und derselben auf der Pont des Bergues in Genf rief UNICEF dazu auf, für die Rechte der Kinder einzustehen und sich mit jenen Kindern zu solidarisieren, die von jeglichem Fortschritt ausgeschlossen seien. In der Schweiz ist die UN-Kinderrechtskonvention seit 1997 in Kraft. (az/sda)