Eislaufen
Wenn Kinder sich aufs Glatteis wagen

In der Eishalle Schoren lernen Kinder auf spielerische Art und Weise, sich auf den Schlittschuhen zu bewegen. Mit einer Mischung aus Gleiten und Stolpern geht es auf glitschige Oval.

Hans Mathys
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Eislaufen in Langenthal

Eislaufen in Langenthal

az Langenthaler Tagblatt

Montagabend 18 Uhr. In Kabine 4 der Eishalle Schoren geht es zu wie im Bienenhaus. Erwachsene und Kinder bereiten sich auf die fünfte Lektion des Eislaufkurses für Eltern-Kind (ELKI) vor. Hier werden Schlittschuhe geschnürt, dort Helme aufgesetzt. Gleichzeitig läuft auf dem Eis der Countdown.

Die Eismaschine kurvt umher und sorgt für optimales (Glatt-)Eis. Wim (12) und Bo (10) gehören zu den ältesten Kindern des Kurses. «Lässig», findet Wim die Montagabende. «Ich fahre gerne schnelle Runden», ergänzt er. Seine Mutter Ingrid Christen verfolgt das Treiben auf dem Eis von der Bande aus.

Mit einer Mischung aus Gleiten und Stolpern betritt jetzt die zweieinhalbjährige Hanna Heiniger das Glatteis. Rücksichtsvoll wird sie vom deutlich älteren Pascal Liechti umfahren - nicht umgefahren.

Nun trennt sich die Spreu vom Weizen. Werner Ingold (Langenthal), Kursleiter und Präsident des organisierenden Eislaufklubs, ruft die 14 Fortgeschrittenen zu sich, während die 14 Anfänger nun nach der Pfeife von Kursleiterin Marianne Zysset (Herzogenbuchsee) tanzen. Vater Alessandro Eichenberger schliesst sich mit seinen Zwillingen - Sohn Joris und Tochter Loa - der Zysset-Gruppe an, während seine ältere Tochter Elena zu Werner Ingold fährt und dessen Anweisungen befolgt.

Keiner der Stürze ist schmerzhaft

Auffallend ist, dass das Spielerische im Vordergrund steht - bei Ingold und bei Zysset. Das zeigt sich auch bei den «Kunststücken» mit dem halbierten Tennisball, der mal auf der Hand zu jonglieren und mal mit dem Schlittschuh voranzutreiben ist.

Der gezeigte Mut der Kinder hat den einen oder anderen Sturz zur Folge. Keiner ist aber so schmerzhaft, dass er Tränen auslöst. Im Bedarfsfall wären ja auch noch die Eltern - es sind deutlich mehr Männer als Frauen auf dem Eis - sowie Ingold und Zysset tröstend zur Stelle.

Bei den Anfängern zaubert die Kursleiterin «Fischli», «Storch» und «Trottinett» aufs Eis und fordert die Kinder auf, ihr diese Figuren nachzuahmen. Die Hocke, das in die Knie gehen, schaffen einige «locker», während andere arg mit dem Gleichgewicht kämpfen.

Als es auf dem Eis verstreute Hütchen einzusammeln gibt, erledigt ein Mädchen diese Arbeit so rasch, dass für die anderen Kinder kaum noch eines übrig bleibt.

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