Industrie

ABB zieht Milliardenauftrag für Stromübertragung an Land

Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund eine Milliarde Dollar, wie ABB am Dienstag mitteilte.

Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund eine Milliarde Dollar, wie ABB am Dienstag mitteilte.

ABB hat einen Grossauftrag zur Anbindung von Windparks ans Stromnetz an Land gezogen. Der niederländisch-deutsche Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat dem Industriekonzern den Zuschlag für die Lieferung einer Stromleitung erteilt, die den Strom von Windparks im Meer an die Küste transportiert.

Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund eine Milliarde Dollar, wie ABB am Dienstag mitteilte. Es handle sich um den grössten Stromübertragungsauftrag in der Geschichte des Industriekonzerns.

Geplant ist, dass der Strom von mehreren Windparks zu einer zentralen Umrichterstation geleitet wird, von wo er über eine 135 Kilometer lange Leitung aufs Festland transportiert wird. ABB ist für die Entwicklung, Konstruktion und Installation der Anlage verantwortlich

Anbindung von Windparks

Der Konzern stelle die Hauptkomponenten des Übertragungssystems im eigenen Hause her, wurde Peter Leupp, Leiter der Division Energietechniksysteme, in der Mitteilung zitiert.

Das Schlüsselprodukt für den Auftrag, die Stromhalbleiter-Technologie, wurde im Werk in Lenzburg AG entwickelt, wie ein ABB-Sprecher sagte. Das Lenzburger Werk profitiere in Höhe von rund 30 Mio. Fr. vom Auftrag. ABB investiert zurzeit kräftig in die Halbleiterproduktion in Lenzburg.

Beim Projekt handelt es sich um den dritten Auftrag für die Anbindung von Windparks vor der Küste, den ABB in Deutschland erhalten hat. Im vergangenen Jahr erhielt der Konzern bereits einen Auftrag über 700 Mio. Dollar.

Auch Siemens profitiert

Auch der deutsche Industriekonzern Siemens und der italienische Kabelhersteller Prysmian profitieren von den Grossprojekten in der Nordsee: Der Netzbetreiber TenneT habe die Technik für insgesamt mehr als eine halbe Milliarde Euro für seinen Windpark vor der Nordseeinsel Amrum bestellt, teilte Siemens am Dienstag mit.

Die Hochspannungs-Gleichstromverbindung soll nach der Einbindung weiterer Windparks bis zu 690 Megawatt übertragen können und soll Anfang 2015 fertig sein.

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