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AMS mit Umsatzsprung und Margenwachstum im Startquartal

Der Chiphersteller AMS hat im Startquartal den Umsatz gesteigert: ein Schild der Firma in Rapperswil-Jona (Archiv).

Der Chiphersteller AMS hat im Startquartal den Umsatz gesteigert: ein Schild der Firma in Rapperswil-Jona (Archiv).

Der Chiphersteller AMS hat im Startquartal 2020 sowohl den Umsatz als auch die Ergebnisse deutlich gesteigert. Trotz Coronakrise rechnet die Gruppe auch im zweiten Quartal mit hohen Umsätzen und Margen.

Der Umsatz wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal um knapp einen Drittel auf 501,2 Millionen US-Dollar, wie die österreichische, aber an der Schweizer Börse kotierte Firma am Mittwoch mitteilte. Damit lagen die Verkäufe etwa in der Mitte der in Aussicht gestellten Bandbreite von 480 bis 520 Millionen. Analysten hatten mit 480 Millionen gerechnet.

Das Geschäft von AMS habe sich trotz der Corona-Pandemie sehr positiv entwickelt, wobei die Consumer-Sparte erneut am meisten zum Umsatz beigetragen habe, heisst es weiter. Der Hauptabnehmer von AMS-Lösungen ist bekanntlich der US-Technologiekonzern Apple, der diese in den iPhones verbaut. Gegenüber dem traditionell stärkeren vierten Quartal ging der Umsatz von AMS um gut einen Fünftel zurück.

Der operative Gewinn auf Stufe EBIT kam im ersten Jahresviertel um Sondereffekte zu Akquisitionen bereinigt auf 101,0 Millionen Dollar zu liegen nach 22,8 Millionen im Vorjahr. Die Marge verbesserte sich so auf 20,0 Prozent nach deutlich tieferen 6,0 Prozent. Die Marge hatten Analysten bei 18,1 Prozent erwartet.

Unter dem Strich verblieb bereinigt ein Verlust von 17,0 Millionen Dollar nach einem Minus von 9,2 Millionen vor Jahresfrist. Auf dieses Ergebnis hätten Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung und der Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram gedrückt, so die Mitteilung.

Mit Osram-Kauf im Fahrplan

Die 4,6 Milliarden Euro teure Übernahme von Osram verlaufe weiterhin planmässig. AMS hatte dazu Anfang April das Kapital erhöht und erwartet daraus zur Mitfinanzierung des Kaufs einen Bruttoerlös von rund 1,65 Milliarden Euro. Noch sind die Österreicher daran, die nötigen fusionskontrollrechtlichen Freigaben für die Transaktion einzuholen. Der Kauf soll Ende des zweiten Quartals zu einem Abschluss kommen, bekräftigt das Unternehmen.

Im operativen Geschäft rechnet AMS derweil im derzeit laufenden zweiten Quartal ungeachtet der Herausforderungen, die die Coronakrise mit sich bringt, mit einer hohen operativen Marge im Bereich von 17 bis 20 Prozent. Die Umsätze dürften sich dabei im Bereich von 440 bis 480 Millionen Dollar bewegen.

Die Consumer-Lösungen seien nach wie vor die Nachfragetreiber und verzeichneten hohe Liefermengen für ein breites Spektrum an Abnehmern und Plattformen. Das schliesse jüngste Markteinführungen ein, so AMS. Sehr wahrscheinlich, dass AMS auch für das neu lancierte iPhone SE 2 eine Reihe von Lösungen an Apple liefert. Positive Effekte seien in der aktuellen Lage weiter auch in Non-Consumer-Endmärkten wie von etwa der medizinischen Bildgebung zu erwarten.

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