Chronologie

Brandgefahr Akku: Ein altes Problem bei Smartphones

Explosive Ware Samsung-Smartphones des Modells Galaxy Note 7 sind gleich reihenweise in Flammen aufgegangen

Explosive Ware Samsung-Smartphones des Modells Galaxy Note 7 sind gleich reihenweise in Flammen aufgegangen

Samsung führt das Brand-Debakel mit dem Galaxy Note 7 auf Batterie-Probleme zurück. Ein Problem, das in der Branche schon seit Jahren zu Ärger führt.

Lithium-Ionen-Akkus sind leistungsfähige, aber auch anfällige Energielieferanten. Immer wieder überhitzen einzelne Modelle oder geraten sogar in Brand. Bei immer kleiner und handlicher werdenden mobilen Geräten verstärken sich die Probleme, eine echte Alternative ist jedoch bislang nicht in Sicht.

September 2016 Erste Geräte von Samsungs Galaxy Note 7 gehen in Flammen auf. Dann entzündet sich auch eines der Austauschgeräte – in einem Flugzeug kurz vor dem Start. Am Ende nimmt Samsung das Gerät weltweit vom Markt. Geschätzte Belastung: rund 5 Milliarden Dollar.

Juni 2016 Der Computer-Anbieter HP ruft weltweit Notebook-Akkus zurück – wegen Brand- und Explosionsgefahr. Die betroffenen Akkus wurden zwischen März 2013 und August 2015 in verschiedenen Notebooks des Unternehmens verbaut. Weniger als ein Prozent der Laptops sollen betroffen sein.

Februar 2016 Toshiba muss in den USA eine Reihe von Akkus für Notebooks wegen Brandgefahr austauschen.

Januar 2016 Auch Netzteile können gefährlich sein – das lernte vor einem Jahr Apple: Manche Stecker für Macs und iOS-Geräte könnten überhitzen, Nutzern drohe ein elektrischer Schlag. Auch wenn nur wenige Fälle bekannt werden, tauscht Apple betroffene Stecker weltweit aus.

2015 Fujitsu ruft in den USA Ersatz-Batterien für Laptops zurück

2014 Sony ruft Laptops der Vaio-Reihe zurück, in denen Akkus von Panasonic verbaut waren. Unter bestimmten Bedingungen überhitzen die Akkus oder können sogar explodieren.

August 2006 Explodierende Computer und schmelzende Gehäuse setzen den texanischen PC-Hersteller Dell unter Druck. Verschiedene Laptops geraten in Brand – Dell ruft weltweit 4,1 Millionen Geräte zurück. Die Lithium-Ionen-Akkus hatte das Unternehmen von Sony bezogen.

2006 Sony muss fast zehn Millionen Notebook-Batterien zurückrufen, die in Notebooks verschiedener Hersteller verbaut sind. Die Bilanz des japanischen Konzerns wird schwer belastet, das Debakel kostete Sony umgerechnet mehr als 340 Millionen Euro.

2005 Über das Jahr verteilt, gab es zahlreiche kleinere Rückrufaktionen, darunter von Dell, Hewlett-Packard und Compaq. (sda)

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