Versicherungen

Bruno Pfister tritt als Konzernchef von Swiss Life zurück – Patrick Frost übernimmt

Swiss Life-Chef Bruno Pfister tritt nächsten Sommer ab (Archivbild)

Swiss Life-Chef Bruno Pfister tritt nächsten Sommer ab (Archivbild)

Der Lebensversicherer Swiss Life erhält einen neuen Chef. Konzernchef Bruno Pfister will sich beruflich neu orientieren und wird seine Funktion per 1. Juli 2014 an Patrick Frost weitergeben.

Für einmal mussten keine Headhunter bemüht werden: Swiss Life, die Lebensversicherung mit Sitz in Zürich, ernennt Patrick Frost per 1. Juli 2014 zum neuen CEO.

Der bisherige CEO Bruno Pfister will sich nach 12 Jahren bei der Versicherung beruflich neu orientieren, wie es in einer Mitteilung heisst.

«Swiss Life hat sich in den letzten anspruchsvollen Jahren sehr erfreulich weiterentwickelt, ist profitabel gewachsen und gut auf Kurs; die im Rahmen der Unternehmensstrategie „Swiss Life 2015" gesetzten Ziele werden diszipliniert und erfolgreich umgesetzt», sagt Bruno Pfister gemäss der Mitteilung.

Er war zuerst als CFO, dann als CEO International und seit 2008 als CEO der Gruppe bei der Versicherung.

«Swiss Life ist gut positioniert, um im wachsenden Markt für Vorsorge- und Finanzlösungen eine gewichtige Rolle zu spielen. Die Weichen sind gestellt - für mich ein guter Zeitpunkt, um noch einmal ein neues berufliches Kapitel aufzuschlagen.»

Wette auf Firmenbonds

Patrick Frost begann seine berufliche Laufbahn Mitte der neunziger Jahre als Analyst und später als Portfolio-Verantwortlicher im Asset Management der Winterthur Gruppe.

Nach zwei Jahren in den USA, wo er im Bereich der Unternehmensanleihen tätig war, wurde er 2001 zum Head of Fixed Income der Winterthur Gruppe ernannt.

2006 wurde er Chief Investment Officer der Swiss Life-Gruppe. Obwohl seine Anlagestrategie auch durch die Finanzkrise durcheinandergewirbelt worden war, hielt man bei Swiss Life an ihm weiter fest. Die Entwicklung danach gab ihm recht - die Strategie, rechtzeitig auf höher verzinste Firmenbonds zu setzen, ging auf.

Verwaltungsratspräsident Rolf Dörig zeigt sich erfreut darüber, dass der CEO aus den eigenen Reihen nominiert werden kann: «Es freut uns sehr, mit Patrick Frost unseren neuen CEO aus den eigenen Reihen nominieren zu können - dies auch als ein Zeichen der Kontinuität. Sein Erfolgsausweis im Asset Management-Bereich, seine profunden Kenntnisse des Vorsorge- und Finanzmarkts, aber auch sein breiter Wissenshorizont sind Qualitäten, mit denen er Swiss Life erfolgreich in die Zukunft führen wird».

Gesteigerte Prämieneinnahmen

Auch in den vergangenen anspruchsvollen Jahren sei das Unternehmen profitabel gewachsen. In den ersten neun Monaten 2013 konnte der grösste reine Schweizer Lebensversicherer die Prämieneinnahmen auf 13,7 Milliarden Franken steigern. Dies sind 7 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, in Lokalwährungen beträgt die Zunahme 6 Prozent. Analysten hatten nur 13,2 bis 13,5 Milliarden Franken erwartet.

Im Heimmarkt Schweiz trug die hohe Nachfrage von kleinen und mittleren Unternehmen nach Vollversicherungslösungen wesentlich zum Wachstum bei, wie es weiter hiess. Die Kommissions- und Gebührenerträge des Konzerns stiegen gegenüber der Vorjahresperiode um 4 Prozent auf 826 Millionen Franken.

Die Nettoanlagenrendite erreichte 3,1 Prozent. Die für 2015 angepeilten Kosteneinsparungen von 130 bis 160 Millionen Franken sind laut den Angaben bereits zur Hälfte erreicht worden.

Frost gehört seit 2006 der Konzernleitung an und ist heute Investitionschef. Er hat seine berufliche Laufbahn Mitte der 1990er-Jahre als Analyst und später als Portfolio-Verantwortlicher im Asset Management der Winterthur-Gruppe begonnen.

Verwaltungsratspräsident Rolf Dörig zeigt sich erfreut darüber, dass der neue Konzernchef aus den eigenen Reihen nominiert werden kann, wie es im Communiqué heisst.

Pfister ist seit 2002 für Swiss Life tätig; zuerst als Finanzchef, dann als CEO International und seit 2008 als CEO der Gruppe. Er sieht das Unternehmen "gut positioniert, um im wachsenden Markt für Vorsorge- und Finanzlösungen eine gewichtige Rolle zu spielen".

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