"SonntagsBlick":

Christoph Mörgeli möchte laut dem "SonntagsBlick" im Herbst wieder in den Nationalrat einziehen. Der heutige "Weltwoche"-Journalist habe der SVP des Kantons Zürich seine Ambitionen in einem Brief mitgeteilt. "Ja, ich habe mich diese Woche um einen Sitz auf der Nationalratsliste beworben", bestätigte Mörgeli - der 2015 die Wiederwahl in den Nationalrat verpasst hatte - gegenüber der Zeitung. Das aktuelle Formtief seiner Partei habe ihn in seinem Beschluss bestärkt. Sein Entscheid zur Wiederkandidatur hänge eng mit dem schlechten Abschneiden der Zürcher SVP anlässlich der letzten Kantonsratswahlen zusammen. Am 21. Mai brüte nunmehr der Parteivorstand der kantonalen SVP über die Kandidatenliste und eine Woche später fände die entscheidende Delegiertenversammlung zur Aufstellung der Kandidaten statt, hiess es weiter.

"NZZ am Sonntag":

Über die Hälfte der Schweizer Bevölkerung ist laut der "NZZ am Sonntag" über das Impfen falsch informiert. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine noch unveröffentlichte, repräsentative Umfrage der Universität Lugano im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit BAG. Demnach glaube nur eine Minderheit etwa sachlich korrekten Aussagen wie "das Immunsystem wird durch mehrere Impfungen nicht belastet". Auch stimmten rund elf Prozent der nachweislich falschen Aussage zu, dass Impfungen etwa Krankheiten wie Autismus, multiple Sklerose und Diabetes auslösen könnten. Die Skepsis der Bevölkerung werde zudem durch radikale Impfgegner genährt, die den Diskurs auf Internetplattformen dominierten. Dazu käme, dass solche Inhalte von Suchmaschinen priorisiert würden.

"SonntagsZeitung" / "NZZ am Sonntag":

Die von Bundesrätin Simonetta Sommaruga noch als Justizministerin initiierte Überprüfungsaktion von vorläufig aufgenommenen Eritreern hat laut der "SonntagsZeitung" so gut wie nichts gebracht. Das Staatssekretariat für Migration SEM habe mittlerweile die Akten von 2400 der 3200 betroffenen Eritreer überprüft. Aber nur in 14 Fällen habe die Behörde das Bleiberecht entzogen. Es gebe verschiedene Faktoren, die einen Rückreisebefehl unzumutbar machten, verteidigte ein Behördensprecher das Vorgehen gegenüber der Zeitung. Unter anderem sorge die fortgeschrittene Integration dieser Menschen für ein Bleiberecht. Die "NZZ am Sonntag" berichtet zudem, dass das SEM im vergangenen Jahr 40 anerkannten Flüchtlingen das Asyl entzogen habe, weil sie in ihr Heimatland gereist waren. Die meisten Betroffenen würden aus Vietnam stammen. Es gebe auch Fälle mit Eritrea und dem Irak. Die Schweizer Behörden wüssten unter anderem von den Heimatreisen der Flüchtlinge, weil die Fluggesellschaften ihnen Passagierdaten übermitteln müssten.

"SonntagsBlick":

Die Schweiz führt laut dem "SonntagsBlick" wieder Ausschaffungen in Kriegsgebiete durch. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein internes Papier aus dem Staatssekretariat für Migration SEM. "Nach fast zweijähriger Blockade konnte im März 2019 erstmals wieder eine polizeilich begleitete Rückführung durchgeführt werden", hiess es darin. Auch nach Somalia sei dem SEM im November wieder die polizeiliche Rückführung eines Asylbewerbers gelungen - zum ersten Mal seit Jahren. Die Schweiz zähle auf europäischer Ebene zudem zu den effizientesten Ländern beim Wegweisungsvollzug, rühmte sich das SEM in besagtem internen Papier. 56 Prozent der abgewiesenen Asylbewerber würden in ihr Herkunftsland zurückgeschafft. Der EU-Durchschnitt liegt aber lediglich bei 36 Prozent.

"Ostschweiz am Sonntag" / "Zentralschweiz am Sonntag" / "SonntagsZeitung":

Die deutsche Regierung setzt sich laut den Zeitungen "Ostschweiz am Sonntag" und "Zentralschweiz am Sonntag" dafür ein, dass die Schweiz sich für den Kauf von Eurofighter-Kampfjets von Airbus entscheidet. dazu sei sie bereit, im Bereich Infrastruktur oder Energie zusammenzuarbeiten. Die Zeitungen schreiben, dass dazu etwa das Anflugregime im Flughafen Zürich sowie der Neat-Anschluss in der Oberrhein-Ebene gehörten. Dies seien alles ungelöste, bilaterale Streitpunkte, die offenbar mit der Anschaffung von Kampfjets verknüpft werden sollen. Schweizer Politiker kritisierten in den Zeitungen umgehend die Vorgehensweise und bezeichneten solche Geschäfte etwa als Kuhhandel. Ausserdem meldet die "SonntagsZeitung", dass bei der Beschaffung der F/A-18-Kampfjets vor rund dreissig Jahren auf wichtige Tests verzichtet worden sei. Die Verantwortlichen hätten daher Vibrationen und ihre Wirkungen auf das Material unterschätzt. Zwar hätten sie erkannt, dass die Jets in der gebirgigen Topografie der Schweiz stärker belastet werden würden, als es der Hersteller vorgesehen hatte und verbauten daher an einigen Stellen Titan statt Aluminium. Trotzdem haben die Flugzeuge viel früher als erwartet Ermüdungserscheinungen aufgewiesen - verursacht unter anderem durch Vibrationen.

"NZZ am Sonntag":

In der Schweiz wurden laut der "NZZ am Sonntag" im vergangenen Jahr mehr als 1800 Arbeitgeber verzeigt, weil sie ausländische Schwarzarbeiter angestellt hatten. Dies seien so viele wie noch nie in den vergangenen zehn Jahren. Die rund 1800 Verzeigungen entsprächen einem Anstieg von fast zehn Prozent gegenüber dem Jahr 2017 und von mehr als sechzig Prozent gegenüber dem Jahr 2009. Die Zahl der verzeigten Schwarzarbeiter stieg im Betrachtungszeitraum zudem um mehr als zwanzig Prozent. Eine Ursache für die Zunahmen könnten vermehrte Kontrollen der Behörden sein, hiess es. Daneben gäbe es aber auch Anzeichen, dass mehr Arbeitgeber ausländische Schwarzarbeiter systematisch anwerben würden.

"SonntagsZeitung" / "Le Matin Dimanche":

Laut der "SonntagsZeitung" und "Le Matin Dimanche" plant der Bund für Senioren künftig Ernährungsempfehlungen abzugeben. Als Hauptgrund dafür geben die Zeitungen an, dass immer mehr Schweizer fettleibig seien. Zwar nahm laut der aktuellen Gesundheitsbefragung des Bundes die Adipositas bei Kindern zuletzt ab - hingegen legte die Generation von über 75 Jahren bei der Erkrankung deutlich zu. Jeder achte Senior sei derzeit fettleibig - bei der ersten Erhebung vor 25 Jahren sei es noch jeder 15 Betagte gewesen. In den Daten fänden sich als mögliche Gründe chronischer Alkoholkonsum und ein zu geringer Verzehr von Gemüse sowie Früchten. Die Eidgenössische Ernährungskommisson (EEK) komme zu dem Schluss, dass die Zahl von übergewichtigen Senioren weiter steigen werde. Daher wolle die EEK im Mai konkrete Ernährungsempfehlungen für ältere Menschen publizieren.

"Ostschweiz am Sonntag" / "Zentralschweiz am Sonntag":

Der Tarifverband "Direkter Verkehr Schweiz" hat laut den Zeitungen "Ostschweiz am Sonntag" und "Zentralschweiz am Sonntag" einzelne Bergbahnen zurückgepfiffen. Sie dürfen Touristen nicht mehr zum speziellen GA-Pauschalpreis auf ihre Berge befördern. Betroffen seien das Stanserhorn, das Brunni und das Schilthorn. Der Tarifverband habe entschieden, dass nur noch Bergbahnen das Touristen-GA anerkennen dürften, falls sie auch regulären GA-Besitzern freie Fahrt gewährten. Betroffene Bahnen reagierten missmutig. Die sei reine Machtpolitik zum Schaden des Gastes, ärgerte sich etwa der Direktor der Schilthornbahn, Christoph Egger, in den Zeitungen über das Vorgehen.

"SonntagsZeitung":

Der Stimmrechtsberater ISS, der auf Generalversammlungen starken Einfluss geniesst, kassiert laut der "SonntagsZeitung" doppelt bei den Banken. ISS berate nämlich nicht nur Aktionäre, sondern sei gleichzeitig ein Geschäftspartner von Banken. Die Geldhäuser kauften nämlich ISS auch Servicetools ab. Das Unternehmen berate Banken zudem - etwa in der Frage, wie sie den Vergütungsbericht formulieren können, dass er eher angenommen werde. ISS weist gegenüber der Zeitung den Vorwurf der Befangenheit weit von sich und schreibt, es gebe eine strikte Trennung zwischen der Analysten-Abteilung und den Unternehmensberatern.

"SonntagsBlick":

Die SRG hat laut dem "SonntagsBlick" beim Verkauf eines Grundstücks an der Zürcher Hagenholzstrasse dem Versicherer Swiss Life den Vorzug gegeben, obwohl sich etwa auch die Stadt Zürich für die Immobilie interessierte. Die städtische Liegenschaftsverwaltung bestätigte der Zeitung, dass sie das Grundstück als strategische Landreserve in einem Entwicklungsgebiet habe erwerben wollen. Doch im Bieterverfahren habe die Stadt preislich nicht mithalten können. Das Angebot der Stadt habe bei 40 Millionen Franken gelegen. Der Swiss-Life-Konzern habe für das Areal dagegen 81 Millionen Franken und damit 12'717 Franken pro Quadratmeter auf den Tisch gelegt.