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Corona-Boom bei Netflix ebbt ab

Netflix' Konzernchef Reed Hastings (links) und Ted Sarandos, der bei Netflix für die Inhalte verantwortlich ist, spüren ein nachlassendes Kundeninteresse nach den Lockerungen der Corona-Massnahmen. Die Bevölkerung ist weniger daheim und wieder mehr unterwegs. (Archivbild)

Netflix' Konzernchef Reed Hastings (links) und Ted Sarandos, der bei Netflix für die Inhalte verantwortlich ist, spüren ein nachlassendes Kundeninteresse nach den Lockerungen der Corona-Massnahmen. Die Bevölkerung ist weniger daheim und wieder mehr unterwegs. (Archivbild)

Beim Online-Videodienst Netflix lässt der coronabedingte Kundenansturm nach. Im zweiten Quartal kamen unterm Strich 10,1 Millionen Bezahlabos dazu, wie der Streaming-Marktführer am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Damit übertraf Netflix zwar seine eigene Prognose. Dennoch kamen die Zahlen an der Wall Street schlecht an. Anleger reagierten enttäuscht, zumal auch der Ausblick auf das laufende Vierteljahr nicht überzeugen konnte. Die Aktie stürzte nachbörslich zunächst um mehr als 10 Prozent ab.

Im Vorquartal hatten die Corona-Krise und Serienhits wie "Tiger King" dem Videodienst einen Boom mit 15,8 Millionen neuen Kunden beschert. Nun flachte das Wachstum jedoch deutlich ab, auch weil die ganz grossen Blockbuster-Produktionen diesmal fehlten.

Dabei stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um starke 25 Prozent auf 6,2 Milliarden Dollar und der Gewinn um weit mehr als das Doppelte auf 720 Millionen Dollar. Ende Juni brachte es Netflix weltweit insgesamt auf knapp 193 Millionen bezahlte Mitgliedschaften.

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