Arbeitsmarkt

Coronavirus: Genehmigungen von Kurzarbeit steigen deutlich an

Der Bundesrat entscheidet über eine vereinfachte Beantragung von Kurzarbeit. (Symboblid)

Der Bundesrat entscheidet über eine vereinfachte Beantragung von Kurzarbeit. (Symboblid)

Das Coronavirus hat zunehmend Auswirkungen auf den Schweizer Arbeitsmarkt. Seit Anfang März haben die genehmigten Voranmeldungen für Kurzarbeit stark zugenommen, wie es vom Bund am Montag hiess.

Im Februar hätten 18 Betriebe mit 498 Mitarbeitern aufgrund behördlich angeordneter Massnahmen eine genehmigte Voranmeldung für Kurzarbeit erhalten, sagte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Montag an einer Telefonkonferenz.

Seit dem 1. März, nachdem der Bundesrat wegen der besonderen Lage durch das Coronavirus Massnahmen wie das Verbot von Grossveranstaltungen verfügt hatte, habe sich das Bild "vollständig verändert".

Seither seien Gesuche von 75 Betrieben mit 2'516 Mitarbeitern genehmigt worden. Der Hauptharst kam laut Zürcher aus dem Kanton Zürich. Mehr als neun von zehn Gesuchen seien zudem aus den Branchen Gastgewerbe, freiberufliche technische und wissenschaftliche Dienstleistungen, sonstige wirtschaftlichen Dienstleistungen sowie Kunst und Unterhaltung gekommen. Dies bedeute, dass insbesondere auch Eventorganisationen, Reisebüros und Künstler ein Gesuch gestellt hätten, so Zürcher. Traditionell stellen bekanntlich eher Firmen aus der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie Gesuche um Kurzarbeit.

Zürcher geht davon aus, dass die Zahlen noch steigen werden. Die Kantone seien auch bereit, Gesuche rasch zu genehmigen. Zudem werde der Bundesrat noch diese Woche über Vereinfachungen des Instruments entscheiden. Unter anderem sei vorgesehen, die Zahl der Karenztage und die Frist zwischen Voranmeldung und der effektiven Kurzarbeit zu verringern. Zudem würden die Voranmeldungen vereinfacht geprüft.

Underändert sei das Ziel der Massnahme. "Es geht um den Erhalt von Arbeitsplätzen", so Zürcher. Es solle wegen des Virus nicht zu einer Entlassungswelle kommen.

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